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Peter Koepke arbeitet bei der Diakonie Neuer Sozialarbeiter betreut Flüchtlinge in Hude

Von Antje Cznottka | 19.10.2015, 20:50 Uhr

Peter Koepke ist als neuer Flüchtlingssozialarbeiter der Diakonie im Oldenburger Land seit Anfang Oktober 2015 in Hude und Ganderkesee aktiv. Zurzeit lernt er die Flüchtlinge in der Gemeinde und die „gut ausgebrauten Netzwerke“ kennen.

„Termine, Termine, Termine“ stehen derzeit für Peter Koepke auf der Tagesordnung. Er ist seit 1. Oktober Flüchtlingssozialarbeiter der Diakonie im Oldenburger Land. „Vorrangig werde ich für Hude zuständig sein, aber auch Sandra Baba in Ganderkesee vertreten“, erklärt der 57-Jährige. Die Flüchtlingssozialarbeiterin Sandra Baba arbeite ihn Ganderkesee ein, während er sich gleichzeitig in Hude einfindet. „Ich bin zur Zeit mit einer Bestandsaufnahme beschäftigt“, sagt Koepke. Dazu gehört, die Kontaktaufnahme mit den bereits in Hude lebenden, aber auch mit den ankommenden Flüchtlingen. 1

Peter Koepke nimmt sich Alltagsproblemen von Flüchtlingen in Hude an

Besonders neu angekommene Flüchtlinge würden Anleitung benötigen, um sich in den vorhandenen Strukturen zurechtzufinden. Koepke soll ihnen zeigen, wie man einkauft, wie sie ihre Kinder in Schulen anmelden, erklärt Gesetze und offizielle Briefe, wenn die komplizierten Texte nicht verstanden werden, sucht Sprachkurse und kümmere sich um die ärztliche Versorgung. „Ich nehme mich den individuellen Problemen der Flüchtlinge an und helfe dabei, Alltagsprobleme zu lösen“, sagt Koepke.

Peter Koepke verschafft sich einen Überblick

„Wir sind die Brücke zwischen den Flüchtlingen und den Ämtern und Behörden“, sagt Baba. Die Sozialarbeiter wüssten zwar auch nicht alle Antworten auf die Fragen der Neuankömmlinge, wüssten aber eher, wo es Informationen gebe. Dafür müsse aber auch Koepke erst einmal einen Überblick über das umfangreiche Angebot, das Ehrenamtliche, Organisationen und Vereine in Hude bereitstellen, und die Gegebenheiten in Hude verschaffen. „Manchmal ist es auch für mich noch schwierig, den richtigen Ansprechpartner zu finden“, berichtet Koepke. Dann sei die Kollegin Baba immer eine große Hilfe.

„Außerdem ist es toll, dass es schon so ein großes funktionierendes Netzwerk in Hude gibt“, sagte Koepke. Andere Gemeinden hätten es da schwerer.

Koepke will Sprechzeiten für Flüchtlinge in Hude ausbauen

Auch über ein Büro für Koepke in Hude werde in dieser Woche noch gesprochen. Zur Zeit sei er zwar während einer Sprechstunde donnerstags von 11 bis 13 Uhr im Kulturhof in Hude erreichbar. Diese Zeiten wolle er aber ausweiten. „Ich hatte immer schon gern mit Menschen zu tun“, erklärt der Pädagoge seinen Antrieb. Über einen Kurs für Integrationslotsen habe er mit der ehrenamtlichen Arbeit begonnen. Im Gebrauchtmöbelhaus Refugium Wesermarsch habe er dann Wohnungen für Flüchtlinge eingerichtet und auch sonst mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

Flüchtlinge werden über die Plicht hinaus betreut

Flüchtlinge, sie schon länger in der Gemeinde lebten, seien meist schon besser in den gut ausgebauten Netzwerken in Hude integriert und bräuchten nicht mehr so viel Hilfe, erklärt Baba. Das Engagement der Flüchtlingssozialberater endet aber nicht mit dem Erhalt der Aufenthaltsgenehmigung nicht. Diese erleichtere vieles. „Diese Menschen sind aber trotzdem noch Anfänger in Deutschland. Deswegen sind wir weiter ansprechbar“, sagt Baba.

Koepke ist vorerst in Ganderkesee erreichbar

Neben diesen widmet sich Koepke auch kirchlichen Aufgaben. Darüber hinaus stünde auch ein Umzug nach Hude oder Ganderkesee noch bevor.

Erreichbar ist Peter Koepke ab sofort unter der Telefonnummer (01525) 6355772 und bis er ein Büro in Hude hat unter der Ganderkeseer Nummer (04222)806212.