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Pflanzaktionen in den Wäldern Eine halbe Million Bäume für den Nordwesten

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 26.04.2017, 16:11 Uhr

In Wäldern der Region klingt eine Pflanzoffensive der Landesforsten aus. Auf freigeräumten Flächen im Hasbruch sollen 37.000 junge Eichen gedeihen.

Hier wird gezielt die Eiche im Wald gefördert, da sollen Laubbäume das Trinkwasser schützen, dort sollen aus windbruch- und waldbrandgefährdeten Kiefernwäldern stabile Mischwälder werden: Im Hasbruch, in der Umgebung der Ahlhorner Fischteiche und andernorts klingt jetzt im Bereich des für die Wälder der Region zuständigen Forstamts Neuenburg eine Pflanzoffensive aus. „Eine halbe Million Bäume für den Nordwesten“, lautet die knackige Zusammenfassung Rainer Städings, des Pressesprechers der Landesforsten.

Kleinbagger bohrt Löcher

Allein 70.000 junge Eichen wurden gepflanzt, 33.000 in den Wäldern der Friesischen Wehde zwischen Varel und Neuenburg sowie 37.000 auf 15 freigeräumten Flächen im Hasbruch. „Wir haben überwiegend größere Eichen mit Hilfe eines Kleinbaggers gesetzt“, schildert Forstamtsleiter Dr. Martin Dippel das Vorgehen, „damit erübrigt sich ein Wildschutzzaun, die Pflegekosten vermindern sich und der etwas größere Baum erschließt mit seinen Wurzeln gleich tiefere Bodenschichten mit geringerer Bodenversauerung.“

Bäume schützen Trinkwasser

Im Forstamt Ahlhorn wurden zwischen Syke und Cloppenburg jetzt 200.000 Bäume gepflanzt, davon alleine 50.000 Laubbäume für einen neuen Trinkwasserschutzwald. Die restliche Zahl an Bäumen wurde überwiegend zur Anreicherung von Nadelwäldern mit Buche und Douglasie eingesetzt. „Der Umbau der Kiefernwälder aus den Erstaufforstungen des 19. Jahrhunderts in stabilere Mischwälder mit vor allem Buchen und Douglasien-Beimischung ist in vollem Gange“, so Stefan Grußdorf, stellvertretender Forstamtsleiter in Ahlhorn. Wer heute durch die Kiefernwälder im niedersächsischen Flachland fahre, könne häufig bei genauem Hinsehen unter dem alten Kiefernwald die neuen Baumarten entdecken.