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Planung in der Endphase Vermarktung von Elmeloher Baugebiet soll in Kürze starten

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 28.06.2016, 18:56 Uhr

„Letzte Detailfragen müssen noch mit der Gemeinde Ganderkesee geklärt werden. Dann kann die aktive Vermarktung beginnen.“ Das sagt Jörg Huntemann, Geschäftsführer von Geno Immobilien, Immobilientochter der Volksbank, der das Baugebiet an der Agnes-Miegel-Straße in Elmeloh gehört. Er rechne damit, dass die Gespräche mit der Verwaltung innerhalb der nächsten zwei Wochen abgeschlossen seien.

Der Rat hatte, wie berichtet, Mitte Juni sein Okay für das Bauen in dem Gebiet gegeben, das sich nahe der Stadtgrenze zu Delmenhorst befindet und über den Denkmalsweg erreichbar ist. Derzeit stehen an der nicht ausgebauten Sackgasse zwei Häuser. Auf der freien, insgesamt rund 9000 Quadratmeter großen Fläche des Baugebietes sollen laut Huntemann neun Grundstücke entstehen. „Der genaue Zuschnitt steht allerdings noch nicht fest“, so der Immobilien-Fachmann.

40 Interessenten für neun Grundstücke

Für die Grundstücke gebe es bereits 40 Interessenten, die erneut ihre Bauabsicht bekräftigt und die Finanzierung ihrer Häuser unter Dach und Fach hätten. Mit ihnen werde in Kürze gesprochen, so Huntemann.

Schützenswerter Grünstreifen

Durch die Häuser, die bereits vor Jahren im nördlichen und östlichen Teil grenznah am Baugebiet entstanden sind, und die südliche Abgrenzung mit einer Wallhecke macht das Plangebiet laut Gemeindeverwaltung den Eindruck einer innerörtlichen Freifläche. Zusätzliche Besonderheiten: Am Nordrand stehen Eichen, die erhalten bleiben sollen. Und es gibt einen zehn Meter breiten Grünstreifen, der auch an die künftigen Häuslebauer verkauft, aber geschützt werden soll. „Dort kann man einen wunderschönen naturnahen Garten anlegen“, rät Huntemann. Das bedeutet: kein Acker, keine Terrasse und erst recht keinen Carport in diesem Bereich.

„Mesophile“ Grünfläche mit Amphibien

Bei der Ratssitzung hatten sich 29 Ratsmitglieder für den „Bebauungsplan 238“ ausgesprochen, zwei enthielten sich, drei Vertreter der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stimmten dagegen. Dr. Volker Schulz-Berendt begründete seine ablehnende Haltung unter anderem mit der Zerstörung eines für die Natur wertvollen Bereiches, der nicht an anderer Stelle ersetzbar sei. Eine rund 4000 Quadratmeter große, naturschutzrechtlich geschützte „mesophile“ Grünfläche mit Amphibien dürfe nicht bebaut werden, so der Ratsherr.

Eine Ausgleichsfläche soll es laut Verwaltung an der Dummbäke geben. Die Entscheidung sei mit Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde gefallen, erklärte Fachdienstleiter Bruno Müller auf dk-Nachfrage.