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Plattdeutsches Theater in Schlutter Viel Beifall für Speelkoppel Hoyerswege bei „Himmelreich“-Komödie

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 20.11.2016, 17:55 Uhr

Die Speelkoppel Hoyerswege hat das Lustspiel „Wenn hört denn nu dat Himmelreich?“ auf die Bühne gebracht. Bei der Premiere gab es lang anhaltenden Applaus für die Inszenierung und die neun Schauspieler auf der Bühne.

Zu den stärksten Stücken zählt das plattdeutsche Lustspiel „Wenn hört denn nu dat Himmelreich?“ sicherlich nicht. Es ist auch keine Komödie, in der sich ein Witz an den nächsten reiht. Die Akteure der Speelkoppel Hoyerswege haben es aber geschafft, das Publikum bei der ausverkauften Premiere am Samstagabend auf dem Hof Kunst in Schlutter bestens zu unterhalten. Großen Anteil daran hatten einmal mehr die beiden Routiniers Gerold Otte und Herwig Kunst – der eine als vermeintlich schwerhöriger Opa, der andere als angeblicher Reporter. Beide in dankbaren Rollen, in denen sie die rund 140 Premierenbesucher immer wieder zum Lachen brachten.

Derber Witz und treffsichere Pointen

Sehr gelungen waren vor allem die Szenen, in denen Otte und Kunst gleichzeitig auf der kleinen Bühne spielten, aber auch weitere Passagen, mal mit derbem Witz bei der Verwechslung von Zäpfchen und Hörgerät, mal mit treffsicheren Pointen. Sehr schön auch die Dialoge mit der jungen Desiree Heine als kesse Paula mit leicht-lockeren Wortgefechten.

Guter Nachwuchs auf der Bühne

Das Schöne bei der Speelkoppel ist ohnehin, dass sie sich anscheinend überhaupt keine Sorgen um einen guten Nachwuchs machen muss. Das stellte auch Iris Timmermann als Tochter eines Ministers, die auf Teufel komm raus nicht fotografiert werden will, deutlich unter Beweis.

Gutes spielfreudiges Ensemble

Insgesamt sah das Publikum ein gutes spielfreudiges Ensemble, zu dem auch Alexandra Körner als Pensionspächterin Olga, Heike Kroog und Jan Kratzmann als Pensionsgäste sowie Jens Stanke als Olgas Ex-Mann und Anja Brinkmann als vermeintliche Prominente gehören, aus denen im Verlauf des Stückes zur Überraschung vieler noch ein Paar wird.

Spiel mit unerwarteten Wendungen

Und darum geht’s in dem Lustspiel: Himmelreich ist der Name einer Pension, deren Besitzerin plötzlich gestorben ist. Daraufhin erfährt Pächterin Olga, dass der neue Eigentümer inkognito erscheinen will, um sich ein Bild von dem Haus zu machen. Nun rätselt die Familie, wer von den Gästen denn nun die Pension geerbt hat und wie es weitergehen soll. Dabei entwickelt sich ein Spiel mit unerwarteten Wendungen, bei dem auch der Theaterbesucher zwischendurch eifrig mitraten kann. Am Ende wird das Rätsel aber gelöst. Und es gab verdientermaßen großen Beifall für alle Akteure.