Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Platz vor Bücherei Ganderkesee Ratspolitik in Ganderkesee will Parkplätze retten

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 28.04.2016, 19:04 Uhr

In der Ganderkeseer Ratspolitik ist die Platzgestaltung vor der Gemeindebücherei umstritten. Der Vorschlag mit Wegfall von Parkplätzen ist durchgefallen.

Der kleine Platz vor der Gemeindebücherei und dem Kindergarten hat am Mittwochabend im Ausschuss für Straßen und Verkehr zu lebhaften Diskussionen geführt. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, 125000 Euro Restmittel aus der Neugestaltung der Raiffeisenstraße in die Platzgestaltung zu stecken und einen Gestaltungsvorschlag beigefügt. Dieser fiel bei der Politik aber glatt durch: „So nicht“, urteilte CDU-Sprecher Carsten Jesußek, und in etlichen Wortmeldungen wurde ihm beigepflichtet. Bei den Änderungsvorschlägen war die Einigkeit allerdings vorbei.

Nur FDP erkennt schönen Treffpunkt

Das Ingenieurbüro Dr. Schwerdhelm & Tjarks, das schon für die Neugestaltung der Raiffeisenstraße verantwortlich war, schlägt eine Platzgestaltung mit einem geschwungenen überdachten Weg vom Büchereieingang aus vor, dazu Bänke und ein Tisch, Beete, Büsche und kleine Bäume, Fahrradständer und eine E-Bike-Station. Die Zahl der Parkplätze für Autos soll nach diesem Vorschlag auf zwei für Behinderte reduziert werden. Allein Marion Daniel (FDP) äußerte sich positiv. Hier könne der Treffpunkt entstehen, der beim Bahnhof gewollt, aber nicht gelungen sei. „Das passt vor die Bücherei“, sagte sie.

Etliche Vorschläge und Bedenken

Volker Schulz-Berendt (Grüne) fürchtet dagegen, dass zu große Flächen mit Betonstein und Granit versiegelt werden. Mehrfach, auch von Senioren-Vertreterin Ursula Sachse, wurde bemängelt, dass zu viele Parkplätze wegfallen. Christel Zießler (SPD) forderte gegebenenfalls weniger, auf jeden Fall aber breitere Parkplätze vor der Bücherei. Mehrere Ratsmitglieder äußerten die Sorge, dass Eltern und Kinder nicht sicher über die Raiffeisenstraße kommen, wenn das Auto auf dem Festplatz abgestellt werden muss. Das Vorschlagsknäuel soll jetzt eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aller Fraktionen im Gemeinderat entwirren.