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Polizeichef setzt auf aufmerksame Einwohner Huder sind laut Polizei mehrheitlich gesetzestreu

Von Birgit Stamerjohanns | 20.11.2018, 16:40 Uhr

Zu seinem Dienstantritt erteilt Lars Janßen den Bürgern der Klostergemeinde reichlich Vorschusslorbeeren. Trotzdem ist die Polizei verstärkt mit Einsatzwagen und in Zivil unterwegs.

Zu seinem neuen Job ist Lars Janßen auf die ganz klassische Art gekommen: „Das Telefon hat geklingelt, ich wurde gefragt und habe zugesagt.“ Zum Zeitpunkt des Anrufs war der 42-Jährige gerade Dienstschichtleiter in Delmenhorst. Nun arbeitet der Hauptkommissar seit Anfang Oktober in Hude, ist als Stationsleiter verantwortlich für elf Mitarbeiter.

Anders als in vielen anderen Städten oder Gemeinden sieht Janßen in Hude keine besonderen Probleme, weder mit bestimmten Delikten noch im Umgang. In Hude, berichtet Janßen, werde der Polizei „normal und freundlich“ begegnet, das sei leider andernorts anders.

Bürger so, wie man sich das wünscht

„Die Bürger hier sind so, wie man sich das wünscht“, so der neue Stationsleiter, „ich möchte gern einen engen Kontakt zur Bevölkerung herstellen, weil wir auf die Unterstützung der Einwohner angewiesen sind.“ Auch in der dunklen Jahreszeit ist die Polizei verstärkt mit Einsatzwagen und in Zivil unterwegs. „Lieber einmal zu viel bei der Polizei anrufen, als einmal zu wenig“, stärkt Hauptkommissar Lars Janßen das Sicherheitsgefühl der Huder.

Zunächst ist seine Stelle befristet bis zum September des kommenden Jahres. Ob aus der Übergangslösung eine Dauerlösung wird, müsse man sehen, so Lars Janßen, der mit seiner Frau und zwei Kindern in der Gemeinde Großenkneten wohnt.

Dass er Polizist werden will, war dem gebürtigen Oldenburger bereits als Teenager klar. Nach dem Abitur ging es dann tatsächlich zur Polizei, dort nahm Janßen ein Studium auf und landete im Anschluss bei der Bereitschaftspolizei in Lüneburg. Der Beginn seiner Laufbahn war von den Einsätzen in Gorleben geprägt.

Für die Expo wurde Janßen dann nach Hannover geschickt: „Das war eine tolle Zeit, weil man dort mit Menschen aus der ganzen Welt zu tun hatte und sich immer etwas einfallen lassen musste, wie man deren Probleme löst“, erinnert sich der Hauptkommissar.

Nach dem Einsatz ging es zurück ins Oldenburger Land nach Wildeshausen, wo er vor sechs Jahren Abteilungsleiter wurde. Bei großen Einsätzen muss Stationsleiter Janßen natürlich vor Ort sein, aber normalerweise verbringt er seine Arbeitstage eher am Schreibtisch.

Guter Draht zu Verwaltung und Rettern

Ein großes Thema seiner Amtszeit: der geplante Neubau am Parc d`Arnage. Dort sollen Polizei, Gemeinde und Rettungsdienst unter einem Dach sitzen.

Ein guter Draht zur Verwaltung und den Rettungskräften ist Lars Janßen wichtig. Im kommenden Jahr wird der Stationsleiter zusammen mit Feuerwehr und THW die „Blaulichtmeile“ organisieren, die Anfang Juni stattfindet.

Als Ausgleich zum Job verbringt Lars Janßen gern Zeit mit seiner Familie und beim Sport: Der 42-Jährige läuft gern und fährt Inliner. Beim Berlin-Marathon hat er die 42 Kilometer auf Rollen in unter zwei Stunden geschafft.