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Präventionsprojekt an Oberschule Ganderekseer Schüler lernen sich gegen Cybermobbing zu wehren

Von Antje Cznottka, Antje Cznottka | 19.02.2016, 15:34 Uhr

Die Schüler der 6c der Oberschule Ganderkesee sind am Freitag über die Gefahren von Cybermobbing aufgeklärt worden. Tipps zur Gegenwehr waren ebenso Thema wie die rechtlichen Folgen.

„Es ist üblich, überall und ungefragt Fotos und Videos aufzunehmen“, erklärt Schulsozialpädagoge Björn Knölke. An die teils nachhaltigen Folgen oder daran, dass die Aufnahmen gegen die Abgebildeten verwendet werden könnten, dächten die meisten Schüler gar nicht. Auch hier soll das präventive Projekt gegen Cybermobbing an der Oberschule Ganderkesee anknüpfen.

Aufsicht durch Eltern hilft gegen Cybermobbing in Ganderkesee

Es sei üblich, dass die Schüler ab der fünften Klasse Smartphones besitzen, erzählt Lehrer Philipp Schünemann. „In der sechsten Klasse gibt es dann manchmal die ersten Probleme“, fügt er an. Allerdings fehle nach dem Kauf oft die Aufsicht der Eltern, beobachtet Knölke. „Eltern sollten die ersten Schritte mit ihren Kindern gehen und mit ihm darüber sprechen“, empfiehlt Hemken. Es sei kein Problem, wenn Eltern nicht den Überblick über alle möglichen Gefahrenquellen hätten. „Man muss nur an seinem Kind dranbleiben“, rät sie.

Sechstklässler in Ganderkesee waren Opfer von Cybermobbing

Teilweise hätten die Schüler auch erste negative Erfahrungen gemacht, allerdings fehlten vielen die Werkzeuge, um Attacken zu begegnen. „Einige Mädchen haben mich beleidigt, ich habe angefangen zu weinen. Die Mädchen haben davon ein Video gemacht und wollten es ins Internet stellen“, berichtet eine Schülerin. „Ich wurde gemobbt, weil ich kein Smartphone habe“, erzählt ein anderes Schüler.

Polizei informiert in Ganderkesee über Schutz gegen Cybermobbing

Knölke hat die Schüler in Zusammenarbeit mit Simone Hemken und Sebastian Nitsch von der Polizei sowie Klassenlehrer Philipp Schünemann über Cybermobbing, dessen rechtliche Folgen aber auch den Schutz dagegen informiert. „Die Schüler sind schon recht gut informiert“, sagt Simone Hemken von der Polizei. „Das heißt nicht, dass das Wissen auch im Alltag angewendet wird“, fügt sie hinzu. Projekte zum Cybermobbing seien daher auch schon früher sinnvoll, betont Knölke.