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Programm, Technik, Standorte Viele Neuerungen bei der regioVHS Ganderkesee-Hude

Von Vincent Buß | 15.12.2018, 12:24 Uhr

„Verändere was!“ ist das Motto der regioVHS für das Frühjahrssemester 2019. Das gilt nicht nur für das Programm, sondern auch für die Einrichtungen in Ganderkesee und Hude selbst.

Im Frühjahr wird in der regioVHS groß gedacht. „Wir alle hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck“, sagt Andreas Lembeck, Programmbereichsleiter der regioVHS. „Wie können wir ihn also minimieren, damit die nächsten Generationen auch etwas von der Welt haben?“ Das Motto für das kommende Semester lautet daher „Verändere was!“.

Für die Auftaktveranstaltung kommt ein bekannter Experte: Der Wissenschaftsjournalist Tim Schröder, der unter anderem für „Die Zeit“ oder „The Economist“ schreibt. Am Donnerstag, 21. Februar 2019, erklärt er, was Geoengineering ist und wie das im Umgang mit dem Klimawandel hilft. Neben theoretischem Input bietet die regioVHS aber auch Praxiskurse zum Thema an, in denen zum Beispiel gezeigt wird, wie man aus vermeintlichen Küchenabfällen Gerichte kochen kann.

Weitere Neuerungen im Programm

Insgesamt wartet das Frühjahrssemester mit 523 Veranstaltungen auf. Bereits jetzt haben sich Lembeck zufolge knapp 500 Leute angemeldet. Beim Angebot fallen dem Programmbereichsleiter Entwicklungen auf. „Es verschiebt sich in Richtung Gesundheit, Bewegung und Ernährung“, beobachtet er. „Also persönliches Wohlbefinden.“ Teilnehmer können etwa lernen, mit dem Rauchen aufzuhören oder Brot selbst zu backen.

Herausstellen möchte Programmbereichsleiterin Lisa Guenter auch die Bildungsurlaube. „In Niedersachsen gibt es ein Recht auf Bildungsurlaub“, erklärt sie. „Leider nutzen das noch nicht viele.“ Passend zur Städtepartnerschaft von Ganderkesee und dem polnischen Pułtusk, die seit diesem Jahr besteht, wird ein Seminar über Polen angeboten. Dieses findet von Mittwoch, 23. Januar 2019, bis Freitag, 25. Januar 2019, jeweils von 9 bis 16.15 Uhr statt. Anmeldungen werden bis Freitag, 21. Dezember, entgegengenommen.

Einige Themenbereiche des Programmhefts wurden umbenannt. Beispielsweise heißt „Zeitgeschehen“ nun „Staat und Gesellschaft“. Die Rückseite des Hefts ist nun mit „Unter 18“ betitelt und lockt das junge Publikum mit altersentsprechenden Angeboten. Etwa dem Talentcampus.

Unterricht verändert sich

Neu bei der regioVHS ist auch die Technik. Seit Kurzem besitzt die Einrichtung ein sogenanntes „Active Board“. Leiter Jens Kohne beschreibt es als „überdimensionales Smartphone“. Der große Bildschirm kann wie eine Tafel verwendet werden und besitzt zum Beispiel Apps zum Zeichnen. Außerdem können Kursteilnehmer ihre Smartphones mit dem Bildschirm verbinden und so ihre Ergebnisse präsentieren.

Von der neuen Technik verspricht sich das Team der regioVHS einen aktiveren Unterricht und somit mehr Lernerfolge. „Die Fernseher werden nach und nach bei uns verschwinden“, ist sich Lembeck sicher. Im Gegensatz zu den bereits weit verbreiteten Whiteboards sind „Active Boards“ nicht auf Beamer angewiesen. „Der Trend auf Messen geht weg von Whiteboards“, berichtet Guenter.

Neuer Aufbau und neue Standorte

Aber auch die regioVHS selbst verändert sich. Die Einrichtung, die bisher ein Fachbereich der Gemeinde war, wird ab Januar ein Eigenbetrieb. Damit einher gehen größere finanzielle Freiheiten, erklärt Kohne. Selbst teurere Fachkräfte könnten so schneller eingestellt werden. Auch in Hude tut sich etwas: Der Niederlassung wird Ende des Jahres umziehen und sich auf mehrere Standorte verteilen.