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Projekt an Ganderkeseer Förderschule Bei „Prima Klima“ verzichten Schüler sogar auf ihre Pause

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 15.03.2016, 14:41 Uhr

Mit „Prima Klima“ sind die Projekttage an der Förderschule am Habbrügger Weg in Ganderkesee überschrieben, an denen sich rund 70 Schülerinnen und Schüler zwei Tage lang mit großer Motivation beteiligen.

„Ich will nicht in die Pause.“ Tim aus Klasse sechs der Förderschule am Habbrügger Weg in Ganderkesee will lieber durcharbeiten, weitermachen. Allerdings nicht in Mathe, Deutsch oder einem anderen Pflichtfach. Vielmehr geht es derzeit um die Projekttage „Prima Klima“. Und da ist Tim – wie ein Dutzend weiterer Mitschüler – eifrig dabei, Solarmobile zu bauen, die mithilfe von Sonnenlicht – oder zumindest durch das Licht einer Glühbirne – fahren sollen. Der Lohn der Mühe: Alle Jugendlichen dürfen ihr selbst gebautes Mobil mit nach Hause nehmen.

„Wir machen ja jedes Jahr Projekttage“, erläutert Lehrer Norbert Klüh, der gemeinsam mit einem 18 Personen starken Team aus Lehrkräften und Mitarbeitern des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) Oldenburg und den Berufsbildenden Schulen (BBS) Wildeshausen die Aktionstage auf die Beine gestellt hat. Wegen des kurzen Schuljahres sei das Projekt allerdings auf zwei Tage gestutzt worden – im Gegensatz beispielsweise zur kompletten Sportwoche im vergangenen Jahr.

Insgesamt machen etwa 70 Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis neun mit. Dabei bleiben die Jüngsten laut Klüh im Klassenverband und widmen sich dem Thema Sonne. Die Sechst- bis Achtklässler setzen sich klassenübergreifend unter anderem mit Solarmodellen, Energiesparen, Wasser- und Windkraft auseinander, genießen ein Klimafrühstück und diskutieren im RUZ Hollen darüber, wie es sich umgehen lässt, Lebensmittel wegzuwerfen. Und die neunten Klassen nehmen an der Aktion „Klimaschutzschule“ teil.

„So muss Schule sein“, freuten sich Klüh und Schulleiter Rainer Müller über das große Engagement der Jugendlichen, denen am Mittwoch sogar noch ein Preis winken könnte. „Und zwar dann, wenn es gelingt, das Generatorfahrrad im Ruheraum insgesamt 200 von möglichen 265 Minuten in Gang zu halten“, so Klüh, der sich mit seinem Team bei dieser Aktion etwas Spezielles ausgedacht hat: Denn nur, wenn die Gruppe kräftig in die Pedale tritt, sind Musik vom CD-Player und eine elektrische Gitarre zu hören.