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Projekt Stromspar-Check Klimaschutz-Projekt geht in die Verlängerung

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 11.05.2016, 09:07 Uhr

Ganderkesee/Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Die Stromspar-Checker des RUZ Hollen machen Leute mit schmalem Geldbeutel zu Klimaschützern. Die kostenlose Direkthilfe läuft bis 2019 weiter.

Die Stromspar-Checker des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) Hollen haben in den ersten beiden Jahren Projektlaufzeit 451 Haushalte mit niedrigem Einkommen auf den Weg zu Stromsparern gebracht. „Pro Haushalt werden im Jahr durchschnittlich 133 Euro ohne und 280 Euro mit Austausch des Kühlgeräts gespart“, berichtet Projektleiter Ulf Moritz.

Projekt für Haushalte mit wenig Einkommen

Weil die Teilnahme am Projekt auf Haushalte begrenzt ist, die Transferleistungen beziehen, sparen die Stadt Delmenhorst, der Landkreis Oldenburg und die Kommunen im Landkreis mit. Moritz hat dafür 50348 Euro errechnet, und der Bund spart ihm zufolge auch noch einmal gut 50000 Euro. Mitgewinner ist die Umwelt: Pro Haushalt werden 314 Kilo CO2 eingespart.

Bund hat Förderung verlängert

„Die Bundesförderung ist eigentlich ausgelaufen, wird aber wegen des großen Erfolgs bis 2019 fortgesetzt“, berichtet RUZ-Geschäftsführerin Marina Becker-Kückens. „Wir wollen die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis fortsetzen und die Kontakte zu Delmenhorst und den Landkreis-Kommunen vertiefen“, ergänzt sie.

Verkürzter Draht zu Kommunen

Das entspricht dem neuen Projektnamen „Stromspar-Checker kommunal“ und der Erfahrung, dass die Klientel der Einkommensschwachen regelmäßig Kontakt zu den Behörden hat. „Wir werden in die Rathäuser gehen und mit den Fachbereichsleitern absprechen, wie das Projekt den Berechtigten schmackhaft gemacht werden kann“, erklärt Projektleiter Moritz. „Ideal läuft es, wenn die Sachbearbeiterin am Ende eines allgemeinen Beratungsgesprächs fragt, ob sie mal kurz wegen eines Stromsparcheck-Termins im RUZ anrufen soll“, ergänzt Geschäftsführerin Becker-Kückens.

Zwei Checker gesucht

„Der Stromspar-Check kostet nichts, und bei jedem wird etwas erreicht“, betont Lars Gremlowski, Klimaschutzmanager der Gemeinden Ganderkesee und Dötlingen. „Der Einzelne muss nicht viel investieren und sein ganzes Leben umkrempeln. Mit kleinen Zusatzgeräten wird viel erreicht“, stellt sein neuer Delmenhorster Kollege Dr. Christian Pade fest. Ralf Wiechmann, Leiter des Hauptamts der Kreisverwaltung, hebt hervor, dass das Projekt auf Dauer angelegt und somit wichtig für den Klimaschutz ist. Projektleiter Moritz hat einen Wunsch offen: „Wir haben sechs Stromspar-Checker und könnten acht gebrauchen.“