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Radfahren in Hude Bürger suchen Löcher im Radwegenetz in Hude mit

Von Reiner Haase | 21.01.2016, 16:12 Uhr

Im Laufe dieses Jahres will die Gemeinde Hude ein Konzept für mehr Attraktivität des Radfahrens ausarbeiten. Die Bürger werden zur Mitarbeit aufgerufen.

Wohnen mit viel Grün in Sichtweite, aber ein löchriges Radwegenetz: Diesen Widerspruch will die Gemeinde Hude auflösen. Im zweiten Halbjahr 2016 soll ein Fachbüro den Auftrag erhalten, ein Konzept für Lückenschlüsse im Radwegenetz und andere Möglichkeiten, das Radeln zu erleichtern, zu erstellen.

Bürger als Experten

Das halbe Jahr Vorlauf will die Gemeinde dazu nutzen, die Bürger als Experten in eigener Sache einzubinden. Sie sollen aufgefordert werden, über die Homepage der Gemeinde Schwachstellen im Radwegenetz aufzuzeigen. Auch die Radfahrer-Lobbyisten vom ADFC sollen in geeigneter Form in die Vorarbeiten einbezogen werden. Ermittelt werden soll auch, ob es Unfallschwerpunkte gibt. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt hat dieses Vorschlagspaket in der jüngsten Sitzung einstimmig begrüßt.

Erste Lücken benannt

Planer Heinz Mazur, Büro PGT Hannover, hat im Zusammenhang mit der Darstellung möglicher Baugebiete in Hude-Süd auf die Bedeutung des Radverkehrs aus den Wohngebieten Richtung Schulen, Bahnhof, Ortsmitte und Einkaufsmöglichkeiten hingewiesen. Er hat verschiedene Schwachpunkte aufgezeigt und Hohelucht und Hogelied direkt benannt, wo Wohnen mit Blick auf viel Grün mit engen Straßen mit schlechten oder gar nicht vorhandenen Rad- und Fußwegen einhergehen. Die CDU-Fraktion hat per Antrag dafür gesorgt, dass sein Anstoß im Rathaus behandelt wird.

Einfache Lösungen im Blick

Die CDU stellt fest, dass das Radfahren im Alltag und in der Freizeit eine wichtige Rolle spielt. Bei Planungen solle die Verkehrssicherheit eine Rolle spielen und das Radfahren insgesamt attraktiver gemacht werden. Das Konzept soll die ganze Gemeinde abdecken, nicht nur Hude-Süd. Vorab wird von der CDU darauf hingewiesen, dass nicht nur Aus- oder Neubau von Radwegen in Frage kommt. Es gebe auch einfachere Lösungen wie Schutzstreifen, Mitbenutzung von Fußwegen und Querungshilfen.