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Ratssitzung in Ganderkesee Feuerwehren wollen Bedarfsplan für die kommenden Jahre

Von Thomas Deeken | 12.12.2018, 08:12 Uhr

Letzte Ratssitzung in Ganderkesee in diesem Jahr: Auf der Tagesordnung stehen am Donnerstag, 13. Dezember, rund 20 Entscheidungen. Dabei geht es unter anderem um den Bedarfsplan der Feuerwehren, der erarbeitet werden soll und in dem es um eine komplette Übersicht rund ums Thema Feuerwehr für die nächsten Jahre geht.

Eigentlich beschäftigen sich die Ganderkeseer Feuerwehren und die Verwaltung schon seit Jahren damit, einen Bedarfsplan für die Wehren in der Gemeinde aufzustellen. Die Probleme mit der Tagesverfügbarkeit der Feuerwehrleute haben aber jetzt tatsächlich den Anstoß dafür gegeben, einen derartigen Plan für die nächsten Jahre auszuarbeiten, sagt Gemeindebrandmeister Bernd Lembke. Dabei geht es um eine Übersicht rund ums Thema Feuerwehr, um vorhandene Feuerwehrgerätehäuser, Fahrzeuge, notwendige Anschaffungen, die sonstige Ausrüstung der Ortswehren, Standortfragen, Personal einschließlich Nachwuchs und auch um die Verfügbarkeit von Feuerwehrleuten – vor allem, wenn es tagsüber brennt.

32.000 Euro für Bedarfsplan

Der Rat muss in seiner letzten Sitzung des Jahres am Donnerstag, 13. Dezember, ab 18 Uhr allerdings noch darüber entscheiden, ob er für diesen Bedarfsplan im Haushaltsjahr dieses Jahres außerplanmäßig 32.000 Euro bereitstellen will. Im Verwaltungsausschuss hatte zuletzt keiner etwas gegen diese Idee.

Fakten und Daten von Verwaltung und Ortswehren

Der Plan, für den auch eine Gefährdungs- und Risikoanalyse für die Gemeinde Ganderkesee vorgenommen und außerdem erörtert werden soll, wie man die Bürger künftig schützen will, soll von einem externen Dienstleister erarbeitet werden. Dafür müssen Verwaltung und die einzelnen Wehren jede Menge Daten und Fakten zusammenstellen. Das wird nach Angaben Lembkes dermaßen umfangreich, dass mit einem Ergebnis kaum vor Ende des nächsten Jahres zu rechnen sei. Dabei verweist er unter anderem auf den umfangreichen „Brandschutz- und Entwicklungsplan 2010“ der Delmenhorster Feuerwehr mit 126 Seiten, auf den sich die Ganderkeseer in vielen Passagen beziehen wollen.

„Kein Einfluss auf Neuanschaffungen“

Auf derzeit geplante Neuanschaffungen für die Ortswehren habe der künftige Bedarfsplan allerdings keinen Einfluss, bekräftigt Lembke– auch wenn der Eindruck hätte entstehen können, nachdem der UWG-Antrag im Finanzausschuss abgeschmettert worden war, Fahrzeuge für Bergedorf und Schierbrok-Schönemoor schon fürs nächste Jahr vorzuziehen. Das laufe alles ganz normal nach Plan, informiert der Gemeindebrandmeister. Vorrang hätten jetzt erst einmal zwei Fahrzeuge für die Ortswehr Ganderkesee im nächsten Jahr und ein Unimog für Havekost 2020.

Bartsch für Bardeck

Neben dem Thema Feuerwehr geht es um knapp 20 weitere Punkte auf der Tagesordnung der Ratssitzung. Bei fast allen Themen haben sich die Ratspolitiker bereits in den Fachausschüssen sowie im Verwaltungsausschuss mit deutlicher Mehrheit geeinigt. Lediglich beim Thema Haushalt für den neuen Eigenbetrieb regioVHS gab es im Vorfeld mehr Gegenstimmen durch die SPD wegen der künftigen Investitionen. Darüber hinaus steht noch eine personelle Änderung im Rat an: Für CDU-Ratsherr Marco Bardeck, der aus persönlichen Gründen auf sein Mandat verzichtet, soll Manfred Bartsch nachrücken.