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Reaktion auf Fipronil-Skandal Ganderkeseer entwickeln App, um Eier zu checken

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 03.08.2017, 20:07 Uhr

Ei raus aus der Verpackung, Code eintippen, und die App sagt, ob das Ei vom aktuellen Fipronil-Skandal betroffen ist oder nicht – so einfach soll es mit der App gehen, die von einem sechsköpfigen Team des Ganderkeseer Unternehmens Abelssoft/Ascora erst am Donnerstag ganz neu entwickelt wurde.

„Wir wollten zeigen, dass Software-Entwickler auch ganz aktuell und schnell reagieren können“, sagte Marketing-Managerin Christiane Uhlir.

„Wir hatten am Mittwoch vom Eier-Skandal gehört und uns morgens zusammengesetzt und diskutiert, ob man etwas entwickeln kann“, erklärte Geschäftsführer Dr. Sven Abels. Und weil die Ideen nur so sprudelten, konnte die App auf Deutsch und Englisch schon am Donnerstagabend fertiggestellt werden. Wer – je nach Betriebssystem – über Play- oder Appstore das Stichwort „Faules Ei“ eingibt, stößt auf die Neuentwicklung. Und zwar kostenlos. Kommentar von Abels: „Für uns geht es dabei nur um Imagewerbung.“

Und so geht’s beim Check: Wenn die Nummer des Eies eingetippt ist, wird der Code mit der stets aktualisierten Eierliste, auf der sich bis Donnerstagabend rund 1800 Nummern befanden, verglichen. Danach gibt es entweder das Okay-Zeichen in Form eines grünen Hakens oder ein rotes Warnsignal mit der Aufforderung, doch lieber die Finger vom Ei zu lassen. Sollten Anwendungsprobleme auftauchen, gibt es laut Managerin Uhlir Hilfe über folgende Links: https://go.abelssoft.de/ei-checker-android (Android) oder https://go.abelssoft.de/ei-checker-ios (iOS).

Weil möglicherweise nicht nur Eier durch das Insektizid belastet sind, sondern vielleicht auch Kuchen, Fertigpizza und Lasagne, sei die App sogar schon jetzt weiter entwickelt worden, informierte Abels, der nicht nur die Privatpersonen zu Hause als Nutzer sieht. Auch die Konditorin oder der Koch könnten davon in ihren Betrieben profitieren.