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Rehe sollen erlegt werden Hasbruch wegen Jagd am Samstag für Waldbesucher gesperrt

Von Thomas Deeken | 26.01.2016, 14:31 Uhr

Wegen einer Gemeinschaftsjagd im Hasbruch ist das gesamte Waldgebiet am Samstag, 30. Januar, von 7 bis 13 Uhr gesperrt. „Es müssen noch einige Rehe erlegt werden, damit der Abschussplan erfüllt ist“, informierte Revierförster Jens Meier. An der Aktion nehmen etwa 40 Jäger teil.

„Die Waldbesucher sollen nicht durch Schüsse beunruhigt oder gefährdet werden“, teilte Meier außerdem mit. Für die ökologische Waldentwicklung in den Niedersächsischen Landesforsten mit viel Naturverjüngung, Laubwaldvermehrung und Verzicht auf Zäune gehöre die Wildbewirtschaftung zu einem der Kernpunkte dieses anspruchsvollen Waldentwicklungsprogrammes.

Pro Jahr werden 60 Rehe erlegt

Im gesamten Hasbruch mit seiner Fläche von rund 630 Hektar werden laut Revierförster durchschnittlich pro Jahr 60 Rehe erlegt. Dafür seien neben den gemeinschaftlichen Jagden zehn überwiegend private Jäger unter Aufsicht der Försterei über das Jahr im Einsatz.

Keine natürlichen Feinde

Da in der heutigen Kulturlandschaft wesentlich mehr Rehe vorkommen als in ursprünglichen Waldlandschaften und Beutegreifer wie Wolf und Luchs als Regulator der Wildbestände ausfallen, müsse das Schalenwild wie Reh, Rot- und Damwild gejagt werden. „Übermäßiger Knospenverbiss im Winter durch Rehe kann unsere aufwendigen Eichenpflanzungen und die natürliche Verjüngung von Baum- und Pflanzenarten stark beeinträchtigen“, so Meier, der für die Einhaltung des Abschussplanes verantwortlich sei.

Deutschland bei Rehwilddichte vorne

Laut Landesjagdbericht hat sich die Zahl der erlegten Rehe in Niedersachsen in den vergangenen 50 Jahren auf mehr als 122.000 Tiere verdoppelt. Deutschland liege hinsichtlich der Rehwilddichte und der Bejagung an der Spitze der europäischen Länder.