Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Rekordjahr der Angler Meerforelle findet Weg zurück in die Hunte

Von Reiner Haase | 12.03.2015, 13:21 Uhr

„Immer mehr Meerforellen finden den Weg zurück in die Hunte“, berichtet Thomas Kaiser, der Pressewart des Fischereivereins Er führt das auf das Programm zur Wiederansiedlung zurück, das seit 1999 läuft.

„Immer mehr Meerforellen finden den den Weg zurück in die Hunte“, berichtet Thomas Kaiser, der Pressewart des Fischereivereins Wildeshausen. Er führt das auf das Programm zur Wiederansiedlung zurück, das seit 1999 läuft. Der Verein hat seinen Anteil an der positiven Entwicklung: Er hat ein eigenes Bruthaus, in dem in den vergangenen Wochen 135.000 Forelleneier bei sechs Grad Wassertemperatur herangereift sind.

Bereich von Schülern renaturiert

Die letzten Brütlinge sind jetzt geschlüpft und in die Aue, den Altonaer Mühlbach oder die Flachsbäke ausgesetzt worden. Die Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz der Haupt-, Real- und Hunteschule, war mit dabei und half, 7000 Meerforellen und 30 Edelkrebse in den Bachabschnitt unterhalb der Delmenhorster Straße auszusetzen. Der Abschnitt ist von Schülern renaturiert worden. Einige tausend Fischche werden außerdem in der gepachteten Teichanlage auf Gut Altona aufgepäppelt.

Rekordergebnis für Angler

Zur Bestandskontrolle und Laichgewinnung setzen die Wildeshauser Angler aufs Elektrofischen, bei dem die Fische im Stromkreis dem geschulten Personal an die Gleichstrom-Anode schwimmen und leicht gefangen werden können. In dieser Saison wurde ein Rekordergebnis erzielt: An einem Wochenende gingen dem E-Fischer-Team 60 Fische ins Keschernetz. Laich wird behutsam abgestreift und kommt ins Bruthaus. Dort werden die Becken und Siebe täglich kontrolliert. Regelmäßig werden 400 Liter Wasser in den Rinnen ausgetauscht. Die winzigen Eihüllen werden mit der Pipette abgesaugt, damit sich die Wasserwerte nicht verschlechtern.

Wenige Verluste

„Die Brutsaison ist super verlaufen. Wir hatten nur sehr wenig Verluste“, blickt Gewässerwart Ralf Siemer zurück. Er empfängt an diesem Wochenende 30 Jugendwarte des Landesfischereiverbandes Weser-Ems, die in einer Fortbildung das Wildeshauser Bruthaus besichtigen wollen.