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Rettungsdienst in Ganderkesee und Hude Rettungsdienst: DRK plant Comeback in Bietergemeinschaft

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 21.10.2016, 18:34 Uhr

Das DRK scheidet zum Jahresende aus dem Rettungsdienst in Ganderkesee und Hude aus. Jetzt gibt es Zeichen für ein Comeback in einer Bietergemeinschaft.

Der am Mittwoch, 19. Oktober, aus dem Amt geschiedene Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Oldenburg-Land Gerold Sprung sieht nach dem vom Landkreis verfügten Ausscheiden der Rotkreuzler aus dem Rettungsdienst in Ganderkesee und Hude Chancen auf ein Comeback. „In einer Bietergemeinschaft sind wir dabei“, verkündete er in seiner Abschiedsrede mit Blick auf die vom Landkreis geplante Neuausschreibung, in der ein fester Nachfolger für die ab Januar zumindest vorübergehend eingesetzten Malteser Hilfsdienst (in Ganderkesee) und Johanniter Unfallhilfe (in Hude) gefunden werden soll.

150.000 Euro zurückgezahlt

Laut Sprung ist eine direkte Bewerbung des DRK-Kreisverbands ausgeschlossen. Die Wirtschaftsprüfer und die Staatsanwaltschaft haben die möglicherweise über mehrere Jahre bewusst oder aufgrund mangelnder Kompetenzen in der alten Geschäftsführung fehlerhaft gestalteten Abrechnungen der Rettungsdienstleistungen gegenüber dem Landkreis noch nicht abschließend geprüft. Laut Sprung sind dem Landkreis in den letzten drei Jahren 150000 Euro vorenthalten worden; dieser Betrag ist in zwei Raten zurückgezahlt worden. Wieviel Geld für die Jahre davor obendrauf kommt, ist offen.

Modell im Ammerland

Für eine Bietergemeinschaft mit DRK-Beteiligung spricht, dass die über Jahrzehnte bewährte Verzahnung von Haupt- und Ehrenamt wieder volle Kraft entfalten könnte. Ein Modell für eine gemeinschaftliche Lösung gibt es im Ammerland: Dort stellt eine GmbH mit dem Landkreis, dem Roten Kreuz, der Johanniter Unfallhilfe und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft als Gesellschaftern den Rettungsdienst sicher.

Hude plant Neubau

Lobende Worte der Ganderkeseer Bürgermeisterin Alice Gerken und des Landrats Carsten Harings, ganz besonders auf das starke Ehrenamt gemünzt, zeigen jetzt, dass das DRK bei den Kommunen keineswegs in Gänze untendurch ist. Und die Gemeinde Hude will in einer Ratssitzung am kommenden Donnerstag Pläne für einen Neubau forcieren, in dem das DRK erweiterte Angebote seiner Rettungsschule realisieren kann.