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Rettungsdienst in Hude Standortwechsel der Rettungswache sorgt DRK in Hude

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 07.12.2016, 22:35 Uhr

Die Entscheidung, die Huder Rettungswache ins Reiherholz zu verlagern, verwundert den DRK-Kreisverband. Die Johanniter Unfallhilfe übernimmt dort ab 2017.

Die von Landrat Carsten Harings am Montag verfügte Entscheidung, die Rettungswache in Hude in die ehemalige OOWV-Zählerwerkstatt nahe dem Reiherholz zu verlagern (dk berichtete), verwundert den DRK-Kreisverband Oldenburg-Land.

Landkreis schafft Fakten

„Die Verantwortlichen der Gemeinde Hude sowie des DRK-Kreisverbands haben in den vergangenen Wochen intensiv und konstruktiv an den Grundlagen für die Übergabe des Rettungsdienstes in den Räumlichkeiten des DRK zusammengearbeitet“, berichtet DRK-Geschäftsführer Michael Venzke. „Dem Landkreis Oldenburg war bereits seit Mitte November bekannt, dass weder die Gemeinde Hude noch der DRK-Kreisverband aufgrund ausstehender Gremienbeschlüsse vor dem 8. Dezember abschließende Zusagen zu den verhandelten Verträgen abgeben konnten“, ergänzt er. Dennoch habe der Landkreis solche Vorab-Zusagen eingefordert. Das Datum ist bedeutsam, weil am 8. Dezember sowohl eine Mitgliederversammlung des DRK als auch der Huder Gemeinderat über die ausgehandelten Verträge abstimmen sollten. Die DRK-Versammlung und die Sondersitzung des Gemeinderats sind inzwischen abgesagt, weil der Landkreis nun neue Fakten geschaffen hat.

„Alles auf Grün beim DRK“

Dem DRK-Geschäftsführer zufolge haben vonseiten des DRK alle Zeichen auf Grün gestanden. Das DRK-Präsidium als geschäftsführendes Organ habe bereits am 23. November den Vorhaben – Übergabe von Räumen im Gebäude des DRK-Kreisverbands für eine Rettungswache der Johanniter Unfallhilfe, Anmietung von Räumen für DRK-Aktivitäten in einem von der Gemeinde errichteten neuen Bürogebäude ab Mitte 2018 – zugestimmt und ein Votum für die DRK-Mitgliederversammlung ausgesprochen.

SPD-Antrag irritiert zusätzlich

Für Irritationen hat laut Venzke der Antrag der SPD-Ratsfraktion gesorgt, den Ratsbeschluss aufzuheben, dem DRK-Kreisverband als Mieter bis Mitte 2018 die benötigten Räume für die Erweiterung der Rettungsschule und andere Aktivitäten im geplanten neuen Bürogebäude anzubieten. Dazu hatte sich die Gemeinde im Oktober per Ratsbeschluss verpflichtet.

DRK verhandelt weiter mit der Gemeinde

Venzke betont, dass das DRK trotz der jetzt gefallenen Entscheidung des Landkreises engen Kontakt zu den Verantwortlichen der Gemeinde Hude hält. Ziel sei es weiterhin, gemeinsam an einer langfristigen Lösung für den Rettungsdienststandort Hude zu arbeiten. Die Gespräche müssen zügig fortgesetzt werden. Den Tagesordnungspunkt „Vertragsbeziehungen DRK-Rettungswache/Verwaltungsgebäude “ gibt es für die Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag, 15. Dezember.