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Rettungsdienst in Hude und Ganderkesee Für Rettungsdienst im Nordkreis läuft Angebotsfrist

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 11.03.2017, 11:32 Uhr

Nach dem DRK-Skandal wird der Rettungsdienst im Nordkreis endgültig neu geordnet. Bis Mitte April sind Angebote möglich. Die Entscheidung fällt im Juli.

Der Landkreis Oldenburg will bis Ende Juli einen – oder zwei – Anbieter für den Rettungsdienst in den Gemeinden Ganderkesee und Hude gefunden haben. Die europaweite Ausschreibung der Leistungen ist jetzt veröffentlicht worden. Der letzte Tag für die Abgabe von Angeboten ist der 18. April.

Abrechnungsskandal als Auslöser

Die Neuordnung des Rettungsdienstes im Norden des Landkreises ist Folge eines Abrechnungsskandals , der, wie berichtet, vor eineinhalb Jahren aufgeflogen ist. Der DRK-Kreisverband Oldenburg-Land soll den Landkreis Oldenburg im Laufe von Jahren mit einer sechsstelligen Summe hintergangen haben. Der Landkreis hat den Rotkreuzlern den Rettungsdienst entzogen; im Dezember ist der Rettungsdienst in Ganderkesee von den Maltesern und in Hude von den Johannitern übernommen worden.

DRK erwägt Rückkehr in neuem Gewand

Der DRK-Kreisverband hat sich von der damaligen Geschäftsführung getrennt. Neu bewerben kann er sich dennoch nicht: „Das Ermittlungsverfahren läuft noch“, erläutert Michael Venzke, der neue Geschäftsführer. Dennoch ist es möglich, dass künftig Sanitäter und Fahrzeuge mit dem roten Kreuz im Nordkreis zu Einsätzen ausrücken. „Beim DRK laufen Prüfungen, ob sich der Landesverband oder ein Verbund von Kreisverbänden bewerben können“, erklärt Venzke. Die Malteser und die Johanniter, die sich nicht nur in Ganderkesee und Hude, sondern im ganzen Landkreis den Rettungsdienst teilen, haben Bewerbungen angekündigt. Angebote von außen, auch von privaten Dienstleistern, sind laut Kreisverwaltung nicht ausgeschlossen.

Standortfrage in Hude offen

Für Hude weist die Ausschreibung das ehemalige Zählerwerk des OOWV am Reiherholz als Standort der Rettungswache aus mit dem Zusatz, dass ein Standortwechsel möglich ist. Laut Kreisgeschäftsführer Venzke steht das DRK-Angebot, die Wache, die der Landkreis nach der Trennung vom DRK-Kreisverband ausgelagert hat, in den Ortskern zurückzuholen: „Wir haben dem Landkreis Räume in unserem Haus zum Anmieten angeboten. Der Landkreis hat bisher nicht reagiert.“