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Rettungswache in Hude Baustart naht für neue Rettungswache in Hude

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 12.06.2018, 10:17 Uhr

Ende August oder Anfang September sollen neben dem Huder Rathaus die Bauarbeiten für die neue Rettungswache mit Polizeistation beginnen. Die Gemeinde investiert 1,75 Millionen Euro.

Im Rathaus der Gemeinde Hude und im Architektenbüro Dunkler-Gronwald & Wiechmann wächst die Zuversicht, dass die Rettungswache mit Polizeistation im August oder September 2019 in Betrieb genommen werden kann. „Ich habe den Bauantrag in der letzten Woche selbst im Kreishaus abgegeben. Ich bin zwar nicht extra deswegen nach Wildeshausen gefahren, wollte aber unterstreichen, wie wichtig wir das Projekt nehmen“, sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew am Montag in einer Zwischenbilanz der Planung.

Refinanzierung über Mieten

Die Gemeinde investiert in den Neubau 1,75 Millionen Euro. „Eine Vorfinanzierung“, wie Bürgermeister Lebedinzew betont: Hude hat das Land Niedersachsen für die Polizeistation und den Landkreis Oldenburg für die Rettungswache als Mieter fest an der Angel. Die Laufzeit der Mietverträge beträgt jeweils 15 Jahre. Dann sind die Baukosten zwar erst zur Hälfte refinanziert, doch laut Lebedinzew gehen alle Beteiligten davon aus, dass es Anschlussverträge geben wird. „Wenn das wider erwarten nicht klappt, haben wir immer noch ein Gebäude mit Wert“, so Lebedinzew. „Wir sind dem Auftrag nachgekommen, die Innenräume flexibel nutzbar zu planen“, ergänzt Architekt Hermann Dunkler-Gronwald.

Roter Ziegelsteinbau

„Es wird ein in den Ort passendes Gebäude“, kündigt Architekt Achim Wiechmann an: Zweigeschossig, rote Ziegelsteine, rote Dachpfannen, im nördlichen Teil ein zur Parkstraße weisender Giebel. Eingeschossig mit Flachdach wird nur die Einfahrhalle für den Rettungswagen gebaut, eingeschossig natürlich auch der Carport für ein zweites Rettungsdienstfahrzeug. „Der Komplex läuft zu den niedrigeren DRK-Gebäuden nebenan aus“, beschreibt Dunkler-Gronwald die Absicht.

Moderne Ausstattung

Die Polizei mietet im Neubau 260 Quadratmeter auf zwei Ebenen an und der Landkreis für die Rettungswache mit Carport 194 Quadratmeter im Erdgeschoss sowie 95 Quadratmeter im Obergeschoss, „Alles ist nach modernsten Standards ausgestattet“, wie Dunkler-Gronwald betont.

Mitten im Hauptort

„Für mich ist besonders wichtig, dass die Rettungswache mitten in den Ort mit seinen 12.000 Einwohnern zurückkommt, nahe zu den Schulen, Kindergärten und zum Seniorenzentrum“, erklärt Lebedinzew. Gegenüber dem derzeitigen Provisorium am Reiherholz verkürze sich die Fahrzeit vielleicht nur um zwei Minuten. „Aber das können die lebensrettenden Minuten sein.“