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Riesenpflanze in Rethorner Garten Jürgen Raems Mammutblatt ist äußerst durstig

Von Dirk Hamm | 04.07.2017, 09:28 Uhr

Wie ein Gartenzwerg wirkt ein jeder, der sich im Garten von Jürgen Raem mitten in das gigantische Blätterwerk seines Mammutblatts stellt, das dort seit beinahe 25 Jahren wächst und gedeiht.

Geschätzt vier Meter hoch recken sich an der Spitze von stacheligen Riesenstängeln zahlreiche kelchartige, bis zu zweieinhalb Meter Durchmesser aufweisende Blätter der „Gunnera manicata“, so der lateinische Name des Gewächses, empor.

Ableger ein Geschenk des Nachbarn

Dass der „Urwaldrhabarber“, wie der 74-Jährige den Hingucker in seinem Garten nennt, einmal solche Ausmaße annehmen würde, habe er erst nach ein paar Jahren erkannt. Ein Nachbar hatte dem ehemaligen Radio- und Fernsehtechniker den Ableger in einer Plastiktüte überreicht.

Raems grüner Daumen entfaltet in diesem Jahr in besonderem Maße seine Wirkung, so stattlich sei das in Südamerika heimische Mammutblatt noch nicht gewachsen, so der Eindruck des Rethorners. Jedes Jahr im Herbst schlägt er die Blätter mit einer Axt ab, übrig bleibt dann nur noch der Wurzelstock, der mit jeder Menge Laub sorgfältig abgedeckt wird.

Dreimal täglich 15 Minuten wässern

„Die Pflanze ist sehr kälteempfindlich“, weiß der stolze Besitzer. Im Frühjahr, als das Thermometer einige Grade unter Null fiel, habe er sogar ein schützendes Zelt über das Mammutblatt gespannt.

Ab März/April beginnen dann die neuen Blätter zu sprießen. Um den gehörigen Durst der Gunnera zu stillen, muss sie an trockenen Tagen dreimal je 15 Minuten lang gewässert werden.