Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Round Table Delmenhorst Ganderkeseer Schüler lernen, dem toten Winkel zu entgehen

Von Antje Cznottka | 13.10.2015, 17:10 Uhr

Einen Blick aus dem Führerhaus eines Lastwagens haben am Dienstag, 13. Oktober 2015, die Dritt- und Viertklässler der Grundschule an der Langen Straße geworfen. Das soll den Kindern einen Eindruck davon verschaffen, wie eingeschränkt die Sicht von Lastwagenfahrern am Steuer ist.

Zweimal im Jahr sollen Schüler der dritten und vierten Klassen so darauf aufmerksam gemacht werden, dass Lastwagenfahrer sie im Straßenverkehr leicht übersehen können und so auf gefährliche Situationen im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden. Zwar verbesserten eine Vielzahl von Spiegeln mittlerweile die Sicht der Fahrer, allerdings sei es im Stadtverkehr schwierig, auch immer alle Spiegel im Auge zu behalten, räumt Ocko Kautz vom Round Table ein. „LKW-Fahrer zu sein ist schwieriger als Autofahrer“, fasst Kevin aus der 4b zusammen.

Drei tote Winkel

Drei tote Winkel gebe es. An jeder Seite des Lastwagens, aber auch vor dem Führerhaus sei die Sicht eingeschränkt, berichten Christian Hohnholt vom Round Table Delmenhorst. „Wenn wir über den Zebrastreifen gehen, sollten wir das nicht direkt vor dem Lastwagen machen“, erklärt die neunjährige Viola. Alfred Dube von MAN Tiemann in Bremen hat den Lastwagen der Firma W&F Franke zur Grundschule an der Langen Straße gebracht und achtet auf die Sicherheit der Kinder im und um den Lastwagen herum.

Modell für Zuhause

Nachdem die dritten und vierten Klassen der Grundschule an der Langen Straße in Ganderkesee den toten Winkel aus dem Führerhaus beobachtet hatten, erhielt jeder Schüler den Pappaufsteller eines Lastwagen-Cockpits. „So können die Schüler mit Playmobil-Figuren ihren Eltern und Geschwistern zeigen, was sie heute gelernt habe“, erklärt Lutz Stelling vom Round Table Delmenhorst.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Projektes .