Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Rückbau des alten Sendemasts Turmriese von Steinkimmen schrumpft auf neun Meter

Von Dirk Hamm | 06.11.2017, 20:59 Uhr

Der einstige „Gigant von Steinkimmen“ ist zu einem Stumpf geschrumpft: Im Verlaufe des Dienstags soll der Rückbau des alten Stahlrohrturms abgeschlossen werden.

Neben dem neuen Antennenträger der NDR-Sendeanlage bleibt dann nur noch ein neun Meter hoher Rest des einst mit 298 Metern höchsten Bauwerks in der Bundesrepublik stehen, wie Klaus Schneider, technischer Leiter am Sender Steinkimmen, gestern auf der Baustelle erklärte.

Arbeiter der Firma Turmbau Steffens & Nölle haben am Montagmorgen mit der letzten Phase des Rückbaus begonnen: In noch immer schwindelerregender Höhe setzten sie den Schneidbrenner an, trennten die oberen Segmente des noch rund 70 Meter hohen Turms ab und beförderten die Teile mit einem Autokran auf den Boden. Außerdem wurden die letzten Abspannseile gelöst.

Auch die alte Mastspitze bleibt erhalten

Blieben danach noch etwa 50 Meter des Stahlrohrkonstrukts stehen, so werden am Dienstag die weiteren Segmente entfernt. Laut Schneider ist auf Wunsch des Ortsvereins Steinkimmen in der Baugenehmigung festgeschrieben worden, dass ein kleiner Überrest des einstigen Wahrzeichens des Orts stehen bleibt. Auch die zu Beginn der Rückbauarbeiten Anfang Mai mit einem Hubschrauber heruntergehievte Mastspitze wird nicht verschrottet, sondern soll auf dem Gelände verbleiben, ebenso wie das Windenhaus mit der Winde für den Aufzug, der im Innern des Sendetrums nach oben führte.

Eine Besichtigung dieser Relikte werde zwar nicht möglich sein, so Schneider. Spaziergänger und Besucher der Waldschänke hätten jedoch künftig die Möglichkeit, vom Tor der Anlage aus einen Blick auf die Überreste des Sendemasts zu werfen.