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Runter auf 163 Euro pro Kopf Politiker halten Kreis bei Schuldenabbau auf Kurs

Von Reiner Haase | 01.12.2015, 19:13 Uhr

Der Landkreis Oldenburg will im nächsten Jahr über eine Million Euro vom Schuldenberg abtragen. Die Finanzpolitiker ziehen mit.

In guter Zeit Schulden abbauen, die in der Wirtschafts- und Finanzkrise vor fünf, sechs Jahren aufgetürmt worden sind, um die Wirtschaft im Landkreis Oldenburg in Schwung zu halten: Diesen Kurs der Kreisverwaltung hat der Finanzausschuss des Kreistags am Dienstag unterstützt und einstimmig Ja gesagt zum Haushaltsplan 2016.

Pro Einwohner 163 Euro Schulden

Forderungen nach einer Senkung der Kreisumlage zur Entlastung der Gemeinden, die tiefer in die roten Zahlen rutschen, dürften damit in der Kreistagssitzung am 22. Dezember kaum zum Tragen kommen. Heiko Aschenbeck (SPD), der Vorsitzende des Finanzausschusses, stellte klar, dass die Umlage auf einem austarierten Geflecht zwischen den Gemeinden und dem Landkreis bestehe. „Wer die Umlage verändern will, muss auch die Verteilung der Aufgaben ändern“, so Aschenbeck. Zuvor hatte Landrat Carsten Harings den Schuldenabbau verteidigt: „In der Krise haben wir die Lasten alleine getragen. Es ist unser gutes Recht, in guten Zeiten Schulden abzubauen.“ Der Schuldenberg soll um gut eine Million Euro auf 20,6 Millionen Euro abgetragen werden. Mit 163 Euro pro Kopf steht der Landkreis Oldenburg in Niedersachsen auf Platz vier.

Zuschlag für Straßenbau

Kurzfristig aus Hannover übermittelt Zahlen über den Finanzausgleich lassen den Landkreis noch etwas besser dastehen, als von Kämmerer Rainer Fürst im Haushaltsplanentwurf festgehalten. Armin Köpke (CDU) schlug vor, den Ansatz für die Straßenunterhaltung auf 300000 Euro zu verdoppeln. Bei Enthaltung der Grünen Gabriele Roggenthin wurde der Vorschlag angenommen.