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Sanierung des Ganderkeseer Freibads Finanzausschuss stimmt für getrennte Becken

Von Dirk Hamm | 01.06.2017, 23:44 Uhr

Die grundsätzliche Konzeption für die Freibadsanierung ist mit dem Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen von einem weiteren Ratsgremium abgesegnet worden.

Die Politiker stimmten am Donnerstagabend einstimmig für den Vorschlag der Verwaltung, also für eine Trennung von Schwimmer- und Sprungbecken und eine Verkürzung von zwei der acht Bahnen auf 25 Meter. Bereits in der vergangenen Woche hatte sich der Ausschuss für Soziales und Gesellschaft für diese Eckpunkte ausgesprochen.

Von einer Abtrennung des Schwimmbereichs vom Sprungbecken erhoffen sich Gemeinde und Betreibergesellschaft eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit. Nach Angaben der Verwaltung lassen sich, ausgehend von 150 Öffnungstagen, Kostenvorteile von mehr als 16.000 Euro jährlich erzielen. Denn das Sprungbecken könne mit niedrigerer Wassertemperatur betrieben und so Energiekosten eingespart werden.

Auskleidung mit Folie wirtschaftlichere Lösung

Deutlich höher fallen die finanziellen Auswirkungen bei einer weiteren Festlegung aus, die vor der Ausschreibung für die Bauaufträge von der Politik zu treffen ist: Soll bei der Auskleidung von Beckenwänden und -boden wie bei den Beckenköpfen auf Edelstahl gesetzt oder Folie verwendet werden? Den Mehraufwand für Edelstahl beziffert die Verwaltung mit rund 400.000 Euro.

Zwar sei bei einer Edelstahlauskleidung von einer doppelt so hohen Langlebigkeit von 40 Jahren gegenüber 20 bei einer Entscheidung für die Folie auszugehen. Auch seien die jährlichen Wartungskosten bei der Folienlösung geringfügig höher. Dennoch kommt die Verwaltung laut Sitzungsvorlage zu dem Schluss: „Auch unter Berücksichtigung dieser Kosten ist die Beckenauskleidung in Folie die wirtschaftlichere Lösung.“ Dieser Argumentation folgten die Ausschussmitglieder ohne größere Diskussion.

Über Kursbecken muss noch entschieden werden

Lediglich FDP-Ratsherr Jürgen Struthoff warf die Frage auf, ob im Zuge der noch zu treffenden Entscheidung über ein Kursbecken die Wassertiefe in einem Teil des 50-Meter-Beckens anders als eigentlich vorgesehen für Nichtschwimmer auf etwa 1,35 Meter abgesenkt werden könnte. Damit könnten, so die Befürchtung Struthoffs, „exorbitante Kosten“ entstehen, weil die gerade ausgeführte Folienauskleidung angepasst werden müsste.

Erster Gemeinderat Rainer Lange entkräftete diese Befürchtung mit dem Hinweis, dass über das Kursbecken „zeitnah“ entschieden werden solle. Zugleich gab Lange zu bedenken, dass das Kursbecken nur komme, wenn es sich wirtschaftlich rechne. „Wenn das Kursbecken nicht kommt, dann müssen wir die Wassertiefe noch einmal überdenken.“