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Sanierungsarbeiten abgeschlossen Gemeinde Ganderkesee spart im Jahr 145 Tonnen CO2 ein

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 18.09.2017, 15:12 Uhr

In der Gemeinde Ganderkesee sind 28 kommunale Gebäude mit dem Ziel, Energie einzusparen, saniert worden. Für einen großen Teil der Sanierungsarbeiten gab es Fördergelder der NBank.

Die Gemeinde Ganderkesee hat jetzt 28 kommunale Gebäude energetisch auf den neuesten Stand gebracht und will dadurch künftig rund 145 Tonnen CO2im Jahr einsparen. Das hat Lars Gremlowski, Klimaschutzmanager der Gemeinde Ganderkesee, mitgeteilt. „Darüber hinaus spart die Gemeinde unterm Strich voraussichtlich etwa 100.000 Euro an Sanierungskosten“, ergänzt Alexandra Vollmer vom Gebäudeservice der Gemeinde. Der Grund: Es wurden noch Fördermittel zugesagt.

Zuletzt Oberschule Bookholzberg saniert

Als letzte der 28 Immobilien gab es jetzt für die Oberschule Bookholzberg eine neue Hohlwanddämmung. „Allein dort werden – inklusive Turnhalle – künftig rund 25 Tonnen CO2 im Jahr eingespart“, so Gremlowski.

Appelle an Private Hausbesitzer

„Es hat sich gezeigt, dass gerade bei älteren Gebäuden mit relativ wenig Aufwand viel erreicht werden kann, um Energie zu sparen und dem Klimawandel entgegenzutreten“, erklärt der Klimaschutzmanager. Deshalb hofft er, dass auch private Hausbesitzer nun prüfen lassen, ob sich eine Hohlwanddämmung bei ihnen lohnt. Insbesondere bei freistehenden Gebäuden würden sich die Kosten oft bereits nach einigen Jahren amortisiert haben.

Fördermittel zugesagt

Die Hohlwanddämmung in den Liegenschaften der Gemeinde hatte bereits im Frühjahr 2015 begonnen. Dass sich das Projekt über einen längeren Zeitraum als ursprünglich geplant hinzog, habe einen besonderen Grund. „Den ersten Abschnitt haben wir komplett ohne Fördermittel bestritten“, erläutert Vollmer. Für den zweiten und dritten Abschnitt habe es dann aber Förderzusagen der NBank gegeben. Das habe dann zwar zu einer längeren Pause geführt. „Aber am Ende bekommen wir 50 Prozent gefördert,“ informiert die Architektin. Inklusive des nicht geförderten ersten Teilabschnitts mit acht Liegenschaften hat die Gemeinde rund 140.000 Euro für die energetischen Sanierungen in die Hand genommen. Die zusätzlichen Fördergelder der NBank stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

„Spürbar mehr Behaglichkeit“

Die Energieeinsparung liege je nach Gebäude zwischen sieben und 17 Prozent, erklärt Vollmer. Besonders hoch sei die Einsparung beispielsweise an der Grundschule Schierbrok gewesen. Wie viel Geld sich künftig einsparen lässt, könne erst nach einer kompletten Heizperiode gesagt werden. Und noch ein großer Vorteil: Die Sanierungsmaßnahmen wirken sich laut Architektin direkt auf das Raumklima aus. Die Innenwände seien im Schnitt gleich zwei bis drei Grad wärmer. Insbesondere Rückmeldungen aus Kindertagesstätten und Schulen bestätigten „einen Komfortgewinn mit spürbar mehr Behaglichkeit“.

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