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Sanierungsarbeiten Investitionen in Ganderkesees Schulen werden sichtbar

Von Alexandra Wolff, Alexandra Wolff | 03.07.2018, 17:45 Uhr

400.000 Euro hat die Gemeinde Ganderkesee investiert, um ihre Einrichtungen zu sanieren. Bei den Grundschulen Schierbrok und ihrer Turnhalle sowie bei der Grundschule Dürerstraße sind schon erste Ergebnisse sichtbar.

Die Turnhalle der Schule Schierbrok wird zur Zeit mit neuem Schwingboden aus Holz und Linoleum ausgestattet. Da teilte Ralf Dietrich vom Gebäudeservice der Gemeinde bei einem Rundgang mit Bürgermeisterin Alice Gerken am Dienstag, 3. Juli, mit. Auf den neuen Boden hat auch der VfL Stenum lange gewartet, denn der Sportverein bietet dort unter anderem Tischtennis, Herzsport, Rückengymnastik und Jazzdance an, sagte der erste Vorsitzende Ingo Scholz.

Im vergangenen Jahr wurde in der Turnhalle der Jungen-Sanitärbereich für 55.000 Euro überarbeitet. „In diesem Jahr sind die Sanitäranlagen für die Mädchen dran“, erläuterte Bürgermeisterin Alice Gerken. „Aufgrund der Preissteigerung wird das dann 60.000 Euro kosten.“ Auch das Dach wurde saniert – für 62.000 Euro.

Turnhalle bekommt Behinderten-Toilette

Dietrich zeigte auf eine kleine Nische. „Hier wird jetzt eine Behinderten-Toilette eingebaut“, sagte er und deutet dann auf einen gegenüberliegenden Raum: „Die linke Toilette dort werden wir stilllegen und zu einem Abstellraum umbauen. Und die rechte Toilette bekommt einen Durchgang direkt zur Mädchen-Umkleide.“ Die Umkleiden an sich werden auch umgebaut: Die Oberlichter im Dach der Umkleide sind bereits eingebaut, die Bänke abmontiert. „Die neuen Bänke werden hell- statt dunkelrot“, sagte Dietrich. „Das ist femininer.“ Die Tür zu den Duschen kommt weiter nach links. „So ist mehr Platz für mindestens vier Duschen“, fährt er fort. „Der Duschraum bekommt größere Ablaufrohre und neue Fliesen.“

Bei all den Modernisierungen bleiben bei Scholz keine Wünsche mehr offen: „Wir sind glücklich, wenn wir die neue Halle dann weiter nutzen können. Die Gemeinde stellt sie uns ohne Nutzungsgebühren zur Verfügung.“ Der VfL macht wie jedes Jahr gerade eine Sommerpause, sodass es während der Bauarbeiten keine Probleme mit den Raumkapazitäten gibt. Ab dem 8. August geht es für die 1700 Mitglieder dann wieder weiter.

25.000 für die Grundschule Schierbrok

Auch in der Grundschule selbst wird gebaut. Zurzeit werden 25.000 Euro in die neuen Lehrertoiletten investiert und ab Montag, 16. Juli, soll der Hort einen behindertengerechten Eingang bekommen. Nächstes Jahr ist der Verwaltungstrakt dran.

Neues Lehrerzimmer an der Grundschule Dürerstraße

Auch an der Grundschule Dürerstraße hat sich einiges getan. Sichtlich stolz zeigte Rektor Frank von der Aa das neue Lehrerzimmer: „Es wurde von der Fläche her etwas mehr als verdoppelt und die Wand in der Mitte ist raus. Alles in allem unterrichten bei uns 34 Personen, die haben jetzt genug Platz.“ Normalerweise stehen dort drei Tische zu Tischgruppen zusammen. „Aber innerhalb von drei Minuten können wir das Lehrerzimmer zu einem Konferenzraum umbauen“, sagte er und deutet auf die kleinen Rollen an den Tischbeinen. Zuerst hätten einige Kollegen befürchtet, dass das neue Lehrerzimmer zu dunkel werde. Aber durch die Panoramafenster fällt viel Licht. Da die Schule noch mehr auf digitale Medien umstellen will, hängt bereits jetzt ein „Active Panel“, also ein interaktiver Touchscreen, an der Wand im Lehrerzimmer. „Unter anderem erfüllt dieser ‚Active Panel‘ Trainingszwecke“, erläuterte von der Aa. „Ich weiß zwar noch nicht, ob tatsächlich mal in allen Klassenräumen so ein ‚Active Panel‘ stehen wird. Aber wenn, dann können die Lehrer damit sicher umgehen.“

Außerdem wurde ein Zimmer mit mehreren Lehrerarbeitsplätzen eingerichtet, die Schulsozialarbeit bekommt einen neuen Raum und muss sich diesen nicht mehr mit dem Elternbesprechungsraum und dem Krankenzimmer teilen. „Die Schulsozialarbeit braucht einfach mehr Ruhe“, sagte von der Aa. „Dass Besprechungsraum und Krankenzimmer identisch sind, ist in Ordnung. Denn die Elterngespräche finden nachmittags statt, da liegt dann also kein krankes Kind auf der Liege hier.“

Gruppenraum für Förderschüler

Auch der Computerraum wird umziehen. Er befindet sich nach den Sommerferien in einem ehemaligen Klassenraum, der im Winter sehr kalt und im Sommer sehr heiß ist. „Die Kinder werden in dem Computerraum nur zwei Stunden in der Woche aushalten müssen, das geht. Aber in einem Klassenraum müssen sie ja immer den ganzen Tag verbringen“, versicherte der Rektor. „In den alten Computerraum kommt das Büro der Sozialpädagoginnen.“

In den Anbau befindet sich ein eigener Gruppenraum für die Förderpädagogik. „Oft beklagen die Förderpädagogen, dass sie ‚keine Heimat‘ hätten“, erzählte von der Aa. „Das kann man hier nicht sagen.“

Insgesamt hat die Gemeinde Ganderkesee nach Angaben ihres Sprechers Hauke Gruhn rund 400.000 Euro in die Hand genommen, um ihre Einrichtungen weiter auf Stand zu bringen.