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Schautag im Rettungszentrum Junge Retter präsentieren sich in Ganderkesee

Von Dirk Hamm | 10.06.2018, 18:10 Uhr

Das Engagement von Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz (DRK) für die Nachwuchsförderung hat am Samstag ganz im Mittelpunkt des Tags der offenen Tür im Rettungszentrum an der Urneburger Straße gestanden.

Gleich drei runde Geburtstage gaben den Anlass für den Schautag: Die Jugendfeuerwehr Ganderkesee ist vor 30 Jahren gegründet worden, die Kinderfeuerwehr Ganderkesee blickt auf ihr zehnjähriges Bestehen zurück und seit fünf Jahren gibt es nach einer Pause wieder eine örtliche Gruppe des Jugendrotkreuzes.

Die Besucher konnten nicht nur den ausgestellten Fahrzeugpark besichtigen, einige Übungen mit Löschangriff und die Versorgung einer bewusstlosen Person vermittelten auch Eindrücke vom bereits erworbenen Know-how der jugendlichen Retter. Außerdem ließen eine Rallye, Bastelaktionen, Wasserspiele und Schlauchkegeln keine Langeweile aufkommen.

Nachwuchs spielerisch heranführen

In der Kinderfeuerwehr betreut Talke Lindemann zusammen mit drei weiteren Betreuern aktuell 16 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren. „Bei uns wird noch keine Schutzkleidung getragen. Wir bringen die Kinder spielerisch an die Feuerwehr heran“, sagt die Kinderfeuerwehrwartin. Alle 14 Tage trifft sich die ungefähr zur Hälfte aus Mädchen und Jungen zusammengesetzte Gruppe. Dann werden zum Beispiel Atemschutzgeräte gebastelt, die Kinder drehen in einem Fahrzeug eine Runde auf dem Hof der Feuerwehr und üben bereits das Löschen mit der Kübelspritze.

Auch in der Jugendfeuerwehr geht es noch recht spielerisch zu und es wird viel Sport getrieben. Fahrzeug- und Gerätekunde sowie Löschübungen nehmen aber ebenfalls einen breiten Raum ein. Neben den samstäglichen Treffen der Jugendabteilung steht jeden zweiten Freitag Sport auf dem Plan. „Wir bereiten die Jugendlichen auf den möglichen Wechsel zur aktiven Wehr vor“, erklärt Jugendfeuerwehrwartin Melanie Meyer. Ab 16 ist eine Doppelmitgliedschaft möglich.

Gestiegenes Interesse unter den Mädchen

Nach dem Auszug der Feuerwehrtechnischen Zentrale und dem Umbau der Räumlichkeiten an der Urneburger Straße war es möglich, für Jungen und Mädchen getrennte Kabinen einzurichten. Das habe zu dem gestiegenen Interesse des weiblichen Nachwuchses an der Jugendfeuerwehr beigetragen, sagt Meyer. Unter den derzeit 21 Mitgliedern sind acht Mädchen. Exakt ausgeglichen ist das Geschlechterverhältnis beim Jugendrotkreuz: Hier werden je vier Jungen und Mädchen ab sechs Jahren altersgerecht an das Rettungswesen herangeführt.