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Schierbroker Vorfall beleuchtet Ganderkeseer Politik will Sicherheit an Grundschulen

Von Katja Butschbach | 18.03.2015, 21:25 Uhr

Die Gemeinde Ganderkesee soll prüfen, an welchen Grundschulen schulfremde Personen auf das Gelände können: Dies fordern SPD, CDU, Grüne, FDP und Freie Wähler nach einem Vorfall an der Grundschule Schierbrok.

Einen gemeinsamen Antrag für die Sicherheit an Grundschulen haben jetzt die SPD, die CDU, Bündnis 90/Die Grünen, die FDP und die Freien Wähler gestellt: In einem Schreiben an die Bürgermeisterin fordern die Fraktionen, dass die Verwaltung alle Grundschulen im Gemeindegebiet „im Hinblick auf Zutrittsmöglichkeiten schulfremder Personen zum Schulareal und zu Räumlichkeiten“ prüfen soll. Die Verwaltung solle außerdem ermitteln, wo es Handlungsbedarf gibt. „Dabei sind die Schulvorstände einzubinden“, heißt es weiter in dem Antrag der Fraktionen.

„Vorfall an Grundschule Schierbrok mit Betroffenheit aufgenommen“

Den Vorfall an der Grundschule Schierbrok , bei dem ein Mädchen von einem fremden Mann im Toilettenraum angesprochen worden war, „haben wir mit Betroffenheit aufgenommen“, so Jens Gause (Grüne) in dem Schreiben, das er im Namen der übrigen Fraktionsvorsitzenden an die Gemeinde geschickt hatte.

Die Ergebnisse der Prüfung durch die Gemeinde sollen im zuständigen Fachausschuss vorgestellt werden, fordern die Fraktionen. Ein Maßnahmenplan sowie eine Kostenschätzung sollen dabei berücksichtigt werden. Die Mittel sollen dann im Haushalt für 2016 oder im Nachtragshaushalt 2015 eingestellt werden.

Durchgangsverkehr schulfremder Personen beklagt

Die Fraktionen erläutern in dem Schreiben, dass an der Grundschule Schierbrok aufgrund der Lage Durchgangsverkehr schulfremder Personen herrsche: Sie könnten von der Bahnhofstraße in Richtung Trendelbuscher Weg über das Schulgrundstück gehen. Man solle ermitteln, wie Schulfremde daran gehindert werden können, das Gelände zu betreten, und welche alternativen Maßnahmen zum Schutz der Kinder ergriffen werden können.

Fraktion UWG/Marbach hatte am 5. März Forderungen gestellt

Bereits direkt nach dem Vorfall, am 5. März, hatte sich die Fraktion UWG/Marbach mit dem Antrag an die Verwaltung gewandt, dass die Toilettenanlage in der Grundschule Schierbrok künftig im Inneren des Gebäudes liegen solle. Dies sei aber nicht ausreichend, meinen die übrigen Fraktionen.

Ermittlungen laufen noch

Gemeindesprecher Hauke Gruhn bestätigte gestern, dass der Antrag eingegangen ist. Er werde nun geprüft und gegebenenfalls in den zuständigen Gremien behandelt. Zu dem Vorfall an der Grundschule Schierbrok laufen die Ermittlungen laut Polizei noch; einen neuen Sachstand gebe es nicht.