Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Schlammartige Rückstände Bookholzberger klagt über „trübe Brühe aus dem Wasserhahn“

Von Thomas Deeken | 02.07.2015, 19:38 Uhr

Böse Überraschung für Walter Peters aus Bookholzberg: Als er am Donnerstag den Wasserhahn aufdrehte, um seiner Katze etwas zum Trinken zu geben, „kam eine trübe Brühe raus“.

Er ärgerte sich allerdings nicht nur über dieses „Dreckwasser mit schlammartigen Rückständen“, sondern auch über den Service des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV). Der sprach laut Peters bei einer Nachfrage von einer „optischen Eintrübung“. Gesundheitsgefahr bestehe nicht.

Hitze bringt Trübung

Peters hätte allerdings gern einen Rat gehabt – zum Beispiel, dass man das Wasser durch ein Küchentuch filtern könne. Das habe der Bookholzberger dann aus eigenem Antrieb gemacht. OOWV-Pressesprecher Gunnar Meister bestätigte, dass es infolge der Hitze und durch einen stark steigenden Wasserverbrauch zu einer Trübung des Wassers durch „kleinste, ungefährliche Partikel von Eisen und Mangan“ kommen könne.

Hinweise würden unter (04401) 6006 entgegengenommen. Die betroffenen Leitungen würden gespült. Anschließend fließe das Wasser wieder gewohnt klar aus dem Hahn.

Rekord am Donnerstag

Der OOWV appelliert erneut an die Kunden, Leitungswasser während der Hitzephase sparsam zu verwenden. Am Donnerstag verzeichnete das Unternehmen im gesamten Verbandsgebiet einen Tagesrekord bei der Trinkwasserabgabe in Höhe von insgesamt 311.029 Kubikmetern.

OOWV-Bereichsleiter Axel Frerichs spricht von einer außergewöhnlichen Situation, die der langen Trockenheit geschuldet ist: „In den zurückliegenden Wochen hat es sehr wenig geregnet. Die Hitze ist für viele Gartenbesitzer Anlass, jetzt ihren Rasen zu wässern. Hinzu kommt die Befüllung von vielen Planschbecken und Pools, die auf die Schnelle aufgebaut werden. Derzeit wird besonders in den Spitzenzeiten, also morgens und abends, ein Vielfaches des normalen Tagesbedarfs verbraucht.“