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„Schnitger Tage“ in Ganderkesee Noahs Geschichte wird mit Bachs Orgelmusik untermalt

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 10.03.2016, 15:24 Uhr

In Ganderkesee wird es in diesem Jahr erstmals die „Schnitger Tage“ geben. Beginn ist am 1. April mit einem Eröffnungskonzert, beendet wird das Festival mit einer Veranstaltung für Kinder am 16. April.

„Das Kinderorgelkonzert ist schon etwas Spezielles. Das hat es in Ganderkesee wohl noch nicht gegeben.“ Das sagt Kreiskantor Thorsten Ahlrichs im Vorfeld der ersten „Schnitger Tage“ in der Kirche St. Cyprian und Cornelius, die am Freitag, 1. April, beginnen, und mit dem Konzert für Kinder unter der Überschrift „Die Arche Noah“, am Samstag, 16. April, enden. Ab 16 Uhr gestalten Ahlrichs an der Arp-Schnitger-Orgel und Sprecher Jarno Stiddien aus Oldenburg den Nachmittag in der Kirche für Mädchen und Jungen ab sechs Jahren mit Musik von Johann Sebastian Bach, die die Geschichte von Noah und seiner Arche untermalt und ergänzt. Wie bei den meisten der Veranstaltungen dieses Festivals ist der Eintritt frei.

Eröffnungskonzert am 1. April

Beginn der „Schnitger Tage“ ist am 1. April um 16.30 Uhr mit einem Eröffnungskonzert. Dazu wird Frank Vollers aus Hamburg erwartet, der Werke von Buxtehude, Reincken und anderen Komponisten spielt.

Führungen mit dem Kreiskantor

„Schnitgers Werk erleben“ heißt es an den Samstagen, 2. und 9. April, jeweils ab 11.30 Uhr. Dann fordert der Kreiskantor bei Führungen auf: „Kommen Sie der Schnitger-Orgel ganz nah!“.

„Le Masque de fer“ mit Ensemble La Ninfea

Mit einer Abendmusik, überschrieben mit „Le Masque de fer“, werden die Festivaltage am Sonntag, 10. April, ab 18 Uhr fortgesetzt. Zu einem Gastspiel kommt das Bremer Ensemble La Ninfea mit Barbara Heindlmeier, Christian Heim, Marthe Perl, Simon Linné und Alina Rotaru. Das Quintett hat sich auf französische Barockmusik spezialisiert und nimmt seine Zuhörer mit in die Bastille im Jahre 1703 zu einer Begegnung mit dem unbekannten Gefangenen mit der eisernen Maske. Karten kosten zehn Euro und sind nur an der Abendkasse erhältlich.

Konzert in illuminierter Kirche

Etwas Besonderes kommt auf Orgelfreunde am Freitag, 15. April, zu. „Das Publikum ist eingeladen, sich in der illuminierten Kirche zu bewegen und die Musik, die sich zwischen Minimal Music und ganz eigener Tonsprache von heute bewegt, zu erleben“, teilt Ahlrichs mit. Unter dem Stichwort „Nach(t)klänge“ sind ab 21 Uhr Alte und Neue Musik für historische Orgel von Matter, Danksagmüller, Hildén, Buxtehude und aus dem Robertsbridge Codex zu hören. Zuvor gibt es ab 20 Uhr im Gemeindehaus einen Einführungsvortrag in die Orgelwerke des Abends. Anschließend kann sich das Publikum laut Kreiskantor schon mal mit einem Glas Wein auf das Konzert vorbereiten.