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Schnuppertag für Schüler Firma Meyer Technik stellt Ausbildungsberufe vor

Von Andreas Satzke, Andreas Satzke | 14.11.2016, 15:16 Uhr

Vier Ausbildungsberufe wurden bei der Firma Meyer Technik vorgestellt. Das Angebot lief über die Zukunftswerkstatt Ausbildungsplatzinitiative.

Die Zukunftswerkstatt Ausbildungsplatzinitiative Ganderkesee (ZWAIG) hat Schülern am Montag bei der Firma Meyer Technik in Ganderkesee die Möglichkeit geboten, in vier verschiedene Berufsfelder reinzuschnuppern. Dazu war Lukas Bäcker, Geschäftsführer von Harald Meyer Brandschutz-Elektro, vor Ort. Vorgestellt wurden die Berufe Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Elektroniker für Betriebstechnik sowie Metallbauer mit Schwerpunkt Konstruktionstechnik, in allen drei Feldern sind zusammen 10 Ausbildungsplätze für das kommende Jahr vorgesehen. Der vierte Ausbildungsberuf, Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement, wird erst 2018 wieder ausgebildet.

„Wir gucken nicht zuerst auf die Noten“, versuchte Bäcker den Schülern die Angst zu nehmen. „Für uns sind vor allem Fehltage sowie das Sozialverhalten entscheidend, sind die bei einer Bewerbung schlecht, ist diese durchgefallen.“ Natürlich seien auch gute Noten, vor allem in den Fächern Mathematik und Physik nötig, in erster Linie gehe es jedoch vor allem um Motivation. Das bekräftigte Reinhard Bröker von der ZWAIG „In diesen Ausbildungsberufen sind Wille und Lernbereitschaft entscheidend“, sagte Bröker.

„Wir haben hier vor Ort auch ein Nachhilfeprogramm, wenn es in der Berufsschule mal nicht so klappen sollte“, informierte Lukas Bäcker. Zudem können Auszubildende Stützunterricht von der Arbeitsagentur beanspruchen. Neben einem passenden Schulabschluss wies Bäcker noch darauf hin, dass auch handwerkliches Geschick und vor allem technisches Interesse für den Beruf des Elektronikers wichtig seien. „Wer technische Geräte, die kaputt sind, nicht direkt wegwirft sondern sie öffnet, um sich anzusehen, wie sie funktionieren, der ist auf einem guten Weg.“

„Es ist wichtig, dass es Informationsveranstaltungen wie diese gibt, schließlich brechen durchschnittlich 25 Prozent ihre Ausbildung ab“, lobte Bäcker die Arbeit von der ZWAIG. „Diese Zahl bleibt leider erfahrungsgemäß immer gleich“, sagte Reinhard Bröker. „Wir wollen durch unsere Informationsveranstaltungen dafür sorgen, dass sie sinkt.“

Neben den Informationen sollten die Schüler auch die Praxis vor Ort kennenlernen. Dazu gab es eine Betriebsführung, bei der der Auszubildende Austen Dobrin-Stein, der in seinem dritten Lehrjahr als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ist, von seinen Erfahrungen im Betrieb berichtete. Zudem wurde die Gruppe von Jendra Gildehaus, Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement, begleitet.

Die Bewerbungsfrist für Schüler, die im kommenden Jahr eine Ausbildung bei Meyer Technik absolvieren wollen, läuft bereits seit Anfang September. Ideal sei ein Praktikum vorher. „Wer sich im Praktikum gut anstellt, bekommt in der Regel auch einen Ausbildungsplatz bei uns, wenn wir jemanden bei der Arbeit erleben, sagt das mehr aus, als irgendwelche Noten“, meinte Lukas Bäcker.

Dass es Schülern schwerfällt, sich für einen Beruf zu entscheiden, verstehe Bäcker. „Es gibt rund 330 Ausbildungsberufe in Deutschland, da fällt die Auswahl natürlich schwer, aber mit einer Ausbildung zum Elektroniker spezialisiert ihr euch nicht direkt, habt danach noch viele Berufsfelder offen.“