Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Schüler als Diplomaten Ganderkeseer Gymnasiasten wirken bei UNO-Planspiel mit

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 13.06.2016, 15:04 Uhr

Ab Dienstag schlüpfen Ganderkeseer Gymnasiasten vier Tage lang in die Rollen hochkarätiger Diplomaten: 15 Schüler und Schülerinnen werden beim Planspiel „OLMUN“ die Länder Somalia, Libanon, Kasachstan und Dänemark symbolisch vertreten.

Bei dem seit 2001 von Oldenburger Schülern organisierten Planspiel „Oldenburg Model United Nations“ (OLMUN) übernehmen Gymnasiasten die Rolle eines Delegierten der Vereinten Nationen aus einem bestimmten Land. Dabei sollen diese Delegierten die Ansichten der jeweiligen Nation vertreten. Das Gymnasium Ganderkesee wirkt seit 2011 dabei mit.

Sehr gute Englischkenntnisse als Voraussetzung

„Die Teilnahme setzt neben sehr guten Englischkenntnissen eine umfassende Auseinandersetzung der Schüler mit der Problematik voraus“, erläutert Claudia Quensel.

Die Lehrerin organisiert am Gymnasium Ganderkesee die Teilnahme.

Ab heute und noch bis Freitag sind diesmal aus der Jahrgangsstufe 10 Christin Griep-Raming, Bennet Keller, Elise Wienand, Clara Windhorst, Kian Najjarzadeh, Nina Dombrowski, Wilke Stubben und Tabea Westermann dabei.

Aus der Jahrgangsstufe 11 wirken Marcel Bürmann, Tim Harms, Fatima Darwiche, Inken Mönning, Louisa von Essen, Lukas Quandt und Christian Hein mit.

Rhetorische Fähigkeiten stärken

„Die Teilnehmer wollen während der OLMUN ihre rhetorischen Fähigkeiten und ihr Verhandlungsgeschick schulen, was überaus anspruchsvoll ist, da die Verhandlungssprache Englisch ist und spezielle Anforderungen an die schriftliche und mündliche Formulierung gestellt werden“, erläutert Quensel. „Es muss dabei auch eine UN-Resolution verfasst werden, auch wird einer Eröffnungsrede von 600 Zuhörern erwartet“, nennt sie zwei der Herausforderungen.

Genaue Einarbeitung nötig

Auch die zu behandelnden Themen, beziehungsweise die Sichtweisen „ihres Landes“ darauf, die sich die Hobby-Diplomaten zu eigen machen müssen, böten Grund zur besonderen Einarbeitung. „Themen wie Pressefreiheit oder gleichgeschlechtliche Ehe werden in den von den Schülern symbolisch vertretenen Ländern Somalia, Libanon oder Kasachstan ganz anders bewertet als in Deutschland“, stellt Quensel die Herausforderung dar.

Doch auch Dänemark werde von einem Schüler vertreten.

Möglichst realitätsnahe Einblicke in die internationale Politik und ihre Problemfelder seien so aber erzielbar.

Zu den Themen des diesjährigen Spiels in der Oldenburger Weser-Ems-Halle gehören der weltweite Kampf gegen den Hunger, eine Beseitigung der Unterernährung sowie eine Sitzung des Weltsicherheitsrats.