Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Schulen im Landkreis Oldenburg Für Förderschule in Hude wird ein Neubau geplant

Von Reiner Haase | 19.02.2019, 08:48 Uhr

Die Förderschule in Hude platzt aus den Nähten. Ein neues Grund- und Mittelstufenhaus soll die Raumnot beenden. Auf den Landkreis kommt eine Vier-Millionen-Euro Investition zu.

In der Förderschule Vielstedter Straße in Hude gehen die Schülerzahlen durch die Decke. Die Zahl der Klassen hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, die Zahl der Schüler sogar fast verdreifacht. Der Landkreis Oldenburg als Träger der Förderschulen will jetzt Nägel mit Köpfen machen: Die Kreisverwaltung schlägt in Abstimmung mit der Schulleitung vor, auf dem nahegelegenen Grundstück der ehemaligen katholischen Grundschule, das der Gemeinde Hude im letzten Jahr abgekauft worden ist, den Neubau eines Grund- und Mittelstufenhauses zu planen. Grob geschätzte Kosten: gut vier Millionen Euro. Der Vorschlag steht am Dienstag, 19. Februar, im Schul- und Kulturausschuss des Kreistags zur Debatte. DerAusschuss tagt ab 17 Uhr im Kreishaus.

Schülerzahl wächst weiter

Parallel zur Neuplanung müssen die Weichen gestellt werden für den Schulalltag bis zur Einweihung des Neubaus. Zurzeit sind der Förderschule Vielstedter Straße 122 Kinder zugeordnet, aufgeteilt in 15 Klassen. Eine Kooperationsklasse ist unter dem Dach der Grundschule Hude-Süd untergebracht. Im Altbau an der Ecke Vielstedter Straße/Ulmenstraße und im einige Jahre alten Neubau gegenüber finden zwölf Klassen Platz. Zwei Klassen werden in der ehemaligen katholischen Grundschule an der Ulmenstraße 21 unterrichtet.

Klassen- und Nebenräume fehlen

Die Schule und die Kreisverwaltung nehmen einvernehmlich an, dass die Zahl der Schüler mit Förderbedarf geistige Entwicklung über kurz oder lang auf 130 bis 140 steigt. Dann sind dem Klassenbildungserlass zufolge 19 Klassenzimmer erforderlich. Einige vorhandene Klassenräume sind zu klein, überdies sind Differenzierungs- Therapie-, Büro- und Aufenthaltsräume zu knapp bemessen, ebenso die Sanitäranlagen. Im Neubau nach Abriss der katholischen Grundschule wären Schonräume für autistische Kinder und ein beruhigender Snoezelenraum, Matsch- Ton- und Kunsträume unterzubringen. Die Kreisverwaltung erwartet jetzt vom Schulausschuss den Auftrag, detaillierter zu planen und zu rechnen, sowie das Ja der Politik zu 150000 Euro für Fachplanerleistungen.

Förderschule Lernen läuft weiter

Die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen am Habbrügger Weg in Ganderkesee hat in diesem Schuljahr eine neue Klasse 5 eingerichtet, nachdem das Land die Entscheidung revidiert hatte, diese Schulform auslaufen zu lassen. In Ganderkesee können neue 5. Klassen bis zum Schuljahr 2022/23 gebildet werden, wenn Eltern ihre Kinder für diese Schulform statt für die Regelschule anmelden. Ohne neuerliche Volte der Politik läuft die Förderschule Lernen aus, wenn der Jahrgang 2022/23 die Schullaufbahn beendet hat.