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Schwere Vorwürfe gegen Heimleitung Konflikt um Katze im Wohnpark Am Fuchsberg eskaliert

Von Dirk Hamm | 07.07.2016, 18:07 Uhr

Susanne Steffgen, Bewohnerin der Jungen Pflege im Wohnpark Am Fuchsberg in Ganderkesee, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Leitung und die Mitarbeiter des Pflegeheims. Nach eigenen Angaben sieht die Rollstuhlfahrerin sich und andere Bewohner Schikanen ausgesetzt, nachdem sie mit dem Vorwurf an die Öffentlichkeit gegangen war, ein Pfleger habe willkürlich die Haltung einer Katze verweigert.

In einer Versammlung am Dienstag habe man den Bewohnern eröffnet, dass wegen dieses Vorfalls „alle Ausflüge und Wocheneinkäufe gestrichen sind“, sagte Steffgen gegenüber dem dk. Die ersten Auswirkungen seien bereits spürbar, ein geplanter Einkaufsbummel sei gestrichen worden, ebenso wie Chips und Cola beim Fernsehabend mit dem Halbfinalspiel der deutschen Mannschaft.

„Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn alle vor Angst nichts sagen“, fügt Steffgen hinzu und spricht von „Rufmord“ ihr gegenüber - Vorwürfe, die die Einrichtungsleitung entschieden zurückweist. „Das Haus ist sich keiner Schuld bewusst. Wir wollen zufriedene Bewohner“, sagt Jurina Poppe, stellvertretende Einrichtungsleiterin, auf Nachfrage.

Einrichtungsleitung weist die Vorwürfe zurück

Nach Angaben Poppes trifft es nicht zu, dass Knabbereien und Süßes beim gemeinsamen Fußballschauen gestrichen wurden. Zwar stimme es, dass ein geplanter Einkaufsausflug nicht zustande kommt. Das habe aber personaltechnische Gründe und könne immer mal vorkommen, etwa bei Krankheit oder aufgrund des Urlaubs von Mitarbeitern, gerade jetzt in der Ferienzeit. In solchen Fällen, so Poppe, werde immer ein Alternativtermin angeboten.

Im Übrigen habe Susanne Steffgen an besagter Versammlung gar nicht teilgenommen. Nach dem Mittagessen am Dienstag sei lediglich der dk-Artikel „Ärger um Haustier im Wohnpark“ im Kreis der Bewohner der Jungen Pflege vorgelesen worden. Steffgen habe sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Wohnbereichs aufgehalten.

Gespräch mit allen Beteiligten soll Klärung bringen

Poppe kündigte an, dass versucht werde, die Probleme am Freitag kommender Woche in einem Gespräch zwischen der Heimleitung und Geschäftsführung des Wohnparks mit dem Heimbeirat, deren Vorsitz Steffgen innehat, zu lösen. Auch die Heimaufsicht sei an dem Gespräch beteiligt.