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Selbstgemachtes auf dem Jugendhof Wollfest in Steinkimmen lockt Besucher in Scharen an

Von Dirk Hamm | 01.05.2017, 20:49 Uhr

Zum zweiten Mal erst hat Sabine Bogner ihren Woll- und Handwerkermarkt auf dem Jugendhof Steinkimmen auf die Beine gestellt. Doch schon hat sich die Veranstaltung fest etabliert.

Die lange Schlange der am Wegesrand parkenden Autos machte am Montag schon von Weitem deutlich: Das Interesse an den handgefertigten Produkten aller Art aus Wolle, Filz und Seide ist groß.

Am 1. Mai 2016 war der Jugendhof Steinkimmen Schauplatz der Premiere des Markts, und auch in Zukunft soll das Fest der Wolle an gleicher Stelle immer mit dem Maifeiertag zusammenfallen. „Am Tag der Arbeit soll das alte Handwerk geehrt werden“, begründet Bogner die Wahl dieses festen Termins.

Zahl der Aussteller hat sich verdoppelt

Am Sonntag zog die Bergedorferin am frühen Nachmittag eine erste Bilanz des ganztägigen Woll- und Handwerkermarkts: „Er ist von den Besuchern sehr gut angenommen worden. Auch die Aussteller sind recht zufrieden.“ Mit rund 40 Hobbykünstlern habe sich die Zahl der Aussteller gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Im Ausblick auf das kommende Jahr sieht Bogner weiteres Wachstumspotenzial für den noch jungen Markt: „Ich denke, dann werden es noch mal doppelt so viel Aussteller sein.“

Fest steht, dass es in diesem Jahr beim Maimarkt rund um die Wolle und andere Materialien nicht bleibt: Am ersten Advent möchte die 57-Jährige an gleicher Stelle mit einem „1000-Lichter-Fest“ ebenfalls die Besucherscharen anlocken.

Leidenschaft für Verarbeitung der Schafwolle

Sie habe das Spinnen in der Schule gelernt, erzählt Bogner, seitdem begeistere sie sich für das kreative Verarbeiten der Schafwolle. Waschen, färben, verspinnen – alle Arbeitsschritte geschehen bei ihr von Hand, darauf legt sie Wert. Seit 2013 bietet sie die Resultate ihrer handwerklichen Leidenschaft in ganz Deutschland auf Märkten und Wollfesten an.

So sind viele Kontakte zu anderen Ausstellern entstanden, die nun gerne auch nach Steinkimmen kommen. Dabei steht die Schafwolle zwar im Mittelpunkt, aber auch viele andere kunsthandwerkliche Bereiche vom Töpfern bis zum Seifensieden finden ihren Platz.