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Selbsthilfe in Ganderkesee Kein Vorstand für den ASG in Sicht

Von Reiner Haase | 22.03.2015, 20:10 Uhr

Nach 25 Jahren erfolgreicher Arbeit steht der ASG am Rande des Abgrunds. Der Vorstand ist in Auflösung begriffen, und es sind keine personellen Alternativen zu erkennen.

Ganderkesee. Der Arbeitskreis der Selbsthilfe- und Initiativgruppen Ganderkesee (ASG) steht weiter vor einer ungewissen Zukunft. Die Personalnot für Vorstandsämter ist groß: An der Jahreshauptversammlung am Sonnabend im Ganderkeseer Rathaus nahmen 14 der 16 ASG-Vereinigungen teil, aber es fand sich kein Bewerber für den ersten oder zweiten Vorsitz. Versammlungsleiter Rainer Heinken zeigte auf, wie es weitergehen könnte: Am Montag, 5. Juni, soll in einer weiteren Generalversammlung ein letzter Anlauf zur Vorstandsbildung unternommen werden. Beim Scheitern stünde am Montag, 5. Oktober, die Auflösungsversammlung an.

Wie berichtet, hat die langjährige Vorsitzende Doris Josquin schon vor zwei Jahren erklärt, sie wolle das Amt abgeben, und auch ihr Stellvertreter Thomas Elias hat sich frühzeitig entsprechend erklärt. Sie bleiben jetzt kommissarisch im Amt, bis Nachfolger gefunden sind oder der ASG aufgelöst ist.

Handlungsfähig bleibt der ASG, weil Rolf Stiening die Kasse von der aus gesundheitlichen Gründen ausscheidenden Jutta von Flottwell übernimmt. Thomas Franzki und Erich Strodthoff sind als Beisitzer bestätigt worden. Ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen ist Schriftführer Franz-Eberhard Müller zurückgetreten. Der Schriftführer gehöre nicht dem geschäftsführenden Vorstand an; die Vakanz mache den Vorstand nicht handlungsunfähig, stellte Versammlungsleiter Heinken klar. Allerdings muss der Rumpfvorstand nun eine kommissarische Lösung finden.

Josquin berichtete, dass wegen der absehbaren Misere bisher keine Veranstaltungen für das laufende Jahr vorbereitet sind, auch keine Feier zum 25-jährigen Bestehen des ASG. Sie äußerte Verständnis dafür, dass Vorgeschlagene stets die Kandidatur ablehnten, weil sie in ihren Gruppen, Vereinen und Verbänden mit ehrenamtlicher Arbeit ausgelastet seien. Sie appellierte an die Vereinigungen, in ihren Reihen noch einmal Ausschau zu halten: „Im ASG-Vorstand können auch Personen mitarbeiten, die bei Ihnen kein Vorstandsamt bekleiden.“