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Senioren- und Weihnachtsprojekt Bürgerstiftung Ganderkesee: Heiligabend nicht allein

Von Katja Butschbach | 19.11.2015, 17:16 Uhr

Die Bürgerstiftung Ganderkesee lädt an Heiligabend Menschen ins Haus Müller ein, die sonst allein wären. Im Wichernstift ist ein Besuchsdienst eingerichtet.

„Heiligabend nicht allein“ – unter diesem Titel lädt die Bürgerstiftung Ganderkesee am 24. Dezember zum ersten Mal Menschen ins KulturHaus Müller ein, die sonst Heiligabend allein verbracht hätten. „Es ist ein Pilotprojekt der Bürgerstiftung in Kooperation mit der regioVHS“, berichtet Projektleiterin Ingeborg Biallas. Denn auch in Ganderkesee gebe es einige Menschen, die Heiligabend allein seien.

Texte und Gedichte werden vorgestellt

Beginnen soll der Abend um 18.30 Uhr im KulturHaus Müller. Es wird eine kleine Mahlzeit in Form eines Büfetts gereicht. Auch werden Texte und Gedichte vorgestellt, die trotz der Weihnachtszeit neutral sein sollen, um alle anzusprechen. „Der Raum wird geschmückt sein“, erklärte Dr. Wiebke Steinmetz von der regioVHS. So solle eine behagliche Atmosphäre entstehen. Biallas hat bereits 50 kleine batteriebetriebene Lichter gekauft, die überall aufgestellt werden können.

Ausklingen soll der Abend gegen 21.30 Uhr. Ein Fahrdienst kann organisiert werden. Dem Vorbereitungsteam gehören auch Dr. Berit Brockmeyer und Dr. Barbara Thomé an. Die Moderation übernimmt Peter Mienert. Laut Steinmetz ist das Haus Müller ein zentraler Ort, der für alle Bürger da ist.

Besuchsdienst im Seniorenheim

Speziell an Senioren richtet sich unterdessen ein weiteres Projekt der Stiftung. Die Initiatorinnen Irene Sandkuhl und Anita Calame gehen seit Sommer 2014 regelmäßig in eine Wohngruppe des Wichernstifts.

Zunächst halfen die Frauen bei „Backen und Schnacken“ mit, entschlossen sich dann aber, ein eigenes Projekt zu starten. Einmal im Monat sind seit Anfang 2015 nun Frauen aus dem fünfköpfigen Team unter dem Motto „Kiek mol rin“ im Gemeinschaftsraum und lesen vor.

Ziel ist, eine zweite Gruppe zu etablieren

Für die Fortsetzung des Projekts im kommenden Jahr suchen die Frauen noch Mitstreiterinnen. „Ziel ist, eine zweite Gruppe zu etablieren“, sagte Sandkuhl. Wer ein Instrument spielt oder einen Hund mitbringen kann, kann weitere Abwechslung in das Projekt einbringen. Jeder könne hier nach seinen Fähigkeiten eingesetzt werden.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass sie zu uns gekommen sind“, sagte Heimleiter Friedrich Mohn über das Engagement der Bürgerstiftung. Es sei auch eine wirkliche Entlastung, wenn die Frauen da seien. Bei den Bewohnern löse der Besuch der Frauen eine gespannte Erwartung aus, „sie freuen sich“. Jeweils vor zehn bis zwölf Bewohnern lesen die Frauen.

Insgesamt hat die Bürgerstiftung mittlerweile 23 von 29 Projekten abgeschlossen, berichtete Klaus Fuchs aus dem Vorstand. Dies sei eine grandiose Leistung der Projektteams.