Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Senioren-WG „Unter den Ebereschen“ Neues Konzept für Ganderkeseer Seniorenanlage

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 23.02.2016, 07:27 Uhr

Mit neuem Konzept – und vorläufig dem alten Betreiber – wollen die Eigentümer der Seniorenappartements „Unter den Eberschen“ die Anlage betreiben. Eine Vollauslastung ist bis Ende 2017 geplant.

Damit scheint die Wende im Ringen um den Fortbestand der Senioreneinrichtung mit 48 Seniorenappartements in greifbare Nähe zu rücken.

Streit um Kündigung des Pachtvertrages

Noch Ende 2015 bangten die zuletzt lediglich sechs Bewohner um den Verbleib in ihren Appartements in den Einsiedel Seniorenwohngemeinschaften. Der Grund: Zum 31. Dezember hatte Einsiedel den langjährig angelegten Pachtvertrag gekündigt.

Das wollten die Eigentümer nicht hinnehmen, eine gerichtliche Auseinandersetzung drohte.

Vergleich erzielt

„Wir haben einen Rechtsstreit vermieden und uns in einem Vergleich darauf geeinigt, unsere Renditeforderungen zu reduzieren. Eine Einsiedel-Firma wird nun weitere zwei Jahre lang den Betreib fortführen“, erläuterte Eigentümersprecherin Heidi Grabhorn am Montagnachmittag den Vergleich im dk-Gespräch.

Damit sei auch die Versorgung der bisherigen Mieter gewährleistet.

Neue Interessenten

„Darüber hinaus stehen wir in guten Verhandlungen mit Interessenten und sind guter Dinge, ab April beginnend das Haus langfristig mit Leben füllen zu können“, blickte Grashorn voraus ohne zunächst weitere Details zu verraten.

„Sicher ist, dass hier auch künftig Menschen mit Betreuungsbedarf eine Unterbringung finden werden“, sagte sie. Gerüchten über eine mögliche Umnutzung zum Studentenwohnheim oder als Flüchtlingsunterkunft erteilte sie eine ebenso klare Absage. Eine Umnutzung in dieser Hinsicht sei nicht geplant, beteuerte sie.

Vollauslastung bis Ende 2017

Angestrebt werde dagegen, dass die insgesamt 48 Appartements bis Ende 2017 voll belegt sein sollen.

Die Seniorenanlage war im Mai 2012 eröffnet worden und sah sich als „eine Alternative zum Pflegeheim“. Sie richtete sich an eine zahlungskräftige Klientel. Von Anfang an fehlte es der Anlage aber an ausreichend Mietern.