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Serie: Neu im Ganderkeseer Rat Marion Vosteen (FDP) hat Beruf zum Hobby gemacht

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 14.09.2016, 09:37 Uhr

Mit 296 Stimmen ist Marion Vosteen (FDP) neu in den Ganderkeseer Gemeinderat gewählt worden. Sie würde sich künftig vor allem gerne um das Thema Bildung kümmern. Marion Vosteen ist eine von 13 Neuen im Rat, die das Delmenhorster Kreisblatt in den nächsten Wochen etwas näher vorstellt.

Eigentlich wollte sie nie etwas mit Wirtschaft, Steuern und Politik zu tun haben. Dann hat sie aber schließlich doch bei einem Wirtschaftsprüfer gearbeitet und sich auch um das Thema Steuern gekümmert. „Da habe ich mir gesagt, jetzt kannst du auch dein letztes Tabu brechen und in die Politik gehen“, sagt Marion Vosteen, die künftig für die FDP im neuen Rat der Gemeinde Ganderkesee sitzen wird.

Seit rund vier Jahren ist die gebürtige Falkenburgerin, die seit 32 Jahren in Birkenheide wohnt, auch beruflich mit den Freien Demokraten verbunden. Denn die gelernte Einzelhandelskauffrau ist als Geschäftsführerin des FDP-Ortsverbandes und seit etwa drei Jahren auch als stellvertretende Geschäftsführerin des Kreisverbandes tätig. „Ich habe quasi meinen Beruf zum Hobby gemacht“, sagt Vosteen, die bei dieser Konstellation durchaus Vorteile sieht. Schließlich hat sie einen kürzeren Draht in die Landespolitik. Und sie bekommt viel mit, wenn sie mit dem niedersächsischen FDP-Fraktionschef Christian Dürr aus Ganderkesee unterwegs ist.

Vor fünf Jahren hatte die 55-Jährige, Sternzeichen Krebs, verheiratet mit Ehemann Fred und Mutter zweier längst erwachsener Kinder, schon einmal für den Gemeinderat kandidiert – und das, „obwohl ich komplett neu in der Politik war“. Damals wurde es allerdings nichts mit einem Sitz im Rat. Diesmal reichten dagegen 296 Stimmen, um mit dabei zu sein . Ihr Kommentar nach der Wahl: „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.“

Künftig möchte die FDP-Politikerin sich vor allem um das Thema Bildung kümmern – und zwar ums gesamte Spektrum. Darüber hinaus würde sie sich gerne in die Neugestaltung des Marktplatzes mit reinhängen. Und auch der Leerstand in den Geschäften sei ein wichtiges Thema, so Vosteen. Finanzen und Landwirtschaft würde sie dagegen lieber anderen überlassen. „Allerdings wollen wir das alles noch einmal näher im Detail untereinander besprechen“ – mit Marion Daniel, Jürgen Struthoff und Hans-Jürgen Hespe. Deshalb möchte sie auch noch nicht mit eigenen Ideen vorpreschen, in welchem Ausschuss sie denn am liebsten aktiv sein möchte.

Klar ist allerdings, dass sie auch künftig wieder viel auf Tour sein will, um unter anderem Kindergärten, Schulen und Betriebe zu besuchen. „Denn wenn man nicht zu den Leuten geht, hört man auch nichts“, so das Motto der 55-Jährigen. Sie betont jedoch darüber hinaus: „Überall können wir aber auch nicht sein. Deshalb sprecht uns bei Sorgen und Problemen an. Dann kümmern wir uns drum.“

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