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Sieger aus 100 Vorschlägen Aus dem Lutherstift wird der „Dorf Park Falkenburg“

Von Alexander Schnackenburg | 24.04.2015, 09:02 Uhr

Wohngemeinschaften für Menschen mit Beeinträchtigungen, Seminare, Veranstaltungen in der Scheune: All das plant die „Norle“ für den „Dorf Park Falkenburg“. Noch in diesem Sommer soll es losgehen.

Das Lutherstift in Falkenburg heißt jetzt „Dorf Park Falkenburg“. Im März hatte die „Norle“ einen Wettbewerb ausgelobt, in welchem sie die Bevölkerung dazu aufgerufen hatte, sich einen neuen Namen für das Stift auszudenken. Am Mittwochabend kürte „Norle“-Geschäftsführerin Margit Haselei die Falkenburgerin Katrin Schröer für ihren Vorschlag „Dorf Park Falkenburg“ als Siegerin. Schröer darf sich nun auf ein Vier-Gänge-Menü für zwei Personen im Dötlinger Lopshof freuen.

Schon einige Pläne geschmiedet

Die „Norle“ hat eine gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH) gegründet, die das Areal im Mai der Landeskirche Hannover abkaufen wird. Am Mittwoch stellten Haselei und ihr Team der Öffentlichkeit in der Scheune des Lutherstifts schon einmal ihre Pläne mit dem Anwesen vor – soweit diese schon geschmiedet sind.

Eröffnung für Juli geplant

Sowohl die „Norle“ als auch ihre bereits vorhandenen Kooperationspartner und Mieter legen großen Wert darauf, dass die Bevölkerung an der konzeptionellen Gestaltung des „Dorf Parks Falkenburg“ mitwirkt. Die Eröffnung ist derzeit für den ersten Juli geplant, es könne jedoch auch der erste August werden, sagte Haselei.

Fokus auf das Gästehaus

Die „Norle“ möchte sich bei der Entwicklung des „Dorf Parks“ zunächst auf das Gästehaus konzentrieren und dort unter anderem eine Wohngemeinschaft aus bis zu zwanzig älteren Menschen mit Beeinträchtigungen unterbringen. Im Dachgeschoss des Gästehauses sollen nach jetzigem Stand Seminarräume entstehen. Die Scheune soll als Veranstaltungsort bestehen bleiben.

Offen für Vorschläge

Zu den Mietern der „Norle“ zählen bislang die Ländliche Erwachsenenbildung Niedersachsen (LEB), der Verein „Kurs 2050“ und die Landesforsten. Sie alle stellten am Mittwoch vor, welche Seminare, Aktionen und Projekte sie sich auf dem Anwesen vorstellen können – und zeigten sich ebenfalls offen für Vorschläge.

„Starke Dorfgemeinschaft in Falkenburg“

Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas verlieh ihrer Erleichterung Ausdruck, dass sich mit der „Norle“ ein Grundstückseigner gefunden habe, der das alte Stift mit den Bewohnern Falkenburgs gemeinsam entwickeln wolle. Sie charakterisierte das Areal als „Ort der Begegnung schlechthin“ und sprach im Zusammenhang mit Falkenburg von einer „starken Dorfgemeinschaft“.