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Situation nicht mehr tragbar Marktplatz Ganderkesee: Kaufleute fordern schnelle Fortschritte

Von Reiner Haase | 05.10.2015, 20:36 Uhr

Die Ganderkeseer Kaufleute-Vereinigung GanterMarkt warnt vor weiteren Verzögerungen bei der Neugestaltung des Marktplatzes. Fürs Gewerbe sei die Situation nicht mehr tragbar.

Die Ganderkeseer Kaufleute-Vereinigung GanterMarkt nimmt verwundert wahr, dass zur Neugestaltung des Marktplatzes eine neuerliche Bürgerbeteiligung in Gang gekommen ist. „Zwar freuen wir uns über das Interesse am Ortskern, nicht aber über den Zeitpunkt der Ideen – insbesondere, da diese alles Bisherige erneut infrage stellen wollen“, sagt der GanterMarkt-Vorsitzende Timo Vetter.

„Genug Grün in der Gemeinde“

„Wo genau geht’s zum Malwettbewerb?“, fragt Vetter spöttelnd mit Blick auf eine jüngst in Umlauf gebrachte Planskizze mit Obstbäumen, Blumen- und Staudenbeeten. „Wir sind eine ländliche Gemeinde mit genügend Grünflächen, Feldern und Wäldern. Abgesehen davon müssen diese ja auch gepflegt werden. Das funktioniert ja auch nur ansatzweise mit Beetpatenschaften“, stellt der GanterMarkt-Vorsitzende fest.

Verbesserungen im Detail

Für GanterMarkt ist klar: Es hat bereits 2008 im Rahmen der Quartiersinitiative Niedersachsen (QIN) eine Bürgerbeteiligung gegeben, und die Arbeitsgruppe Marktplatz hat damals bei verschiedenen Aktionen wunderbare Ideen gesammelt. Alle Entwürfe sind damals öffentlich vorgestellt worden. Die Bürgerbeteiligung ist bei der QIN-Abschlussveranstaltung in Hannover ausdrücklich gelobt worden. Die Ideen sind in den Gestaltungsvorschlag des Büros Flemming eingeflossen. „Der aktuell vorliegende Entwurf ist auch unserer Meinung nach noch in Details verbesserungsfähig. Er muss die Grundlage für einen modifizierten neuen Plan sein“, fordert Vetter.

Angst vor „langer Bank“

Andernfalls, fürchtet GanterMarkt, würden Entscheidungen auf eine viel zu lange Bank geschoben. „Die Situation in der Rathausstraße ist für viele der Gewerbetreibenden nicht länger tragbar“, stellt Vetter fest. Seit 2008 seien die Neubauten von Famila und Inkoop längst verwirklicht. „Mit den notwendigen Begleitmaßnahmen wurde nicht mal begonnen“, heißt es weiter.

„Funktion als Zentrum“

GanterMarkt formuliert seine Ansprüche an den Markt mit „Funktion als Zentrum“: „Hier muss der Dreh- und Angelpunkt sein, hier muss der Wochenmarkt sein, hier muss bei Veranstaltungen was los sein. Und auch außerhalb dieser Tage werden Parkplätze benötigt. Und es muss losgehen. Schnell.“