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Skulpturen in der Klostermühle Stahlschrott zu Kunstwerken geformt

Von Reiner Haase | 21.01.2015, 14:24 Uhr

Die historische Wassermühle im Huder Klosterbezirk ist ab Sonntag, 25. Januar, für drei Wochen Schauplatz einer Ausstellung mit Arbeiten des Groninger Bildhauers Herbert Nouwens. Der Künstler arbeitet Stahlschrott zu Kunstwerken um und lässt sich dabei von Bach-Musik inspirieren. Veranstaltet wird die Ausstellung von Frank L. Giesens Galerie am Stall.

Aus Stahlschrott werden Kunstwerke: Frank L. Giesen, Galerist aus Kirchkimmen, zeigt drei Wochen lang Plastiken des Groninger Bildhauers Herbert Nouwens. Die Arbeiten des Niederländers werden von Sonntag, 25. Januar, bis Sonntag, 15. Februar, in der historischen Wassermühle im Huder Klosterbezirk gezeigt. Am Tag der Ausstellungseröffnung ist der Künstler anwesend.

„Inside out“ haben Nouwens und Giesen die Ausstellung betitelt. „Das drückt aus, dass der Künstler Gefühle und Empfindungen in die Arbeiten überträgt“, sagt Giesen beim Platzieren der ersten von rund 15 Ausstellungsstücken. „Komponieren“ sei bei Nouwens eine besonders gut passende Beschreibung des Arbeitens: „Bei der Arbeit im Atelier, einer alten Milchfabrik, lässt er sich von Musik inspirieren, häufig von Kompositionen Johann Sebastian Bachs.“

Nouwens’ Plastiken sind mal fließend organisch, mal streng kubisch geformt und nie figürlich. Sie wirken stark in den Raum, spielen mit der Umgebung. Beim Betrachten ergeben sich scheinbar ständig neue Figurationen. Die Herkunft des Materials ist kaum zu erahnen: „Nouwens nimmt Schrott, auch mal einen ausgedienten Schiffsrumpf“, weiß Giesen.

Der 60jährige Groninger hat an der Staatsacademie und ander Jan va Eijck Academie Maastricht studiert und sich beim britischen Bildhauer Anthony Caro weiterentwickelt. Er beherrscht die großen und die kleinen Formate; viele seiner Skulpturen stehen im öffentlichen Raum, meist in den Niederlanden.

Die Vernissage beginnt am Sonntag um 11.15 Uhr. Einführende Worte spricht Nouwens’ Freund und Bildhauerkollege Herbert Blazejewicz. Barbara Hoffmann, Cello, umrahmt die Vernissage mit Bach-Solosuiten. Die Ausstellung kann mittwochs, freitags und sonnabends von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr besucht werden.