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„Sommerblütenpracht“ in Gemeinde Hude Kunstwerke von Mensch und Natur in Wüstinger Landschaftspark

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 03.07.2016, 19:34 Uhr

Viele Garten- und Kunstfreunde haben am Sonntag anlässlich der Aktion „Sommerblütenpracht“ den Landschaftspark der Familie Winkler in Wüsting besucht. Dort trifft zeitgenössische Kunst auf Gartenkultur.

„Kunstwerke der Natur in zurückhaltender Symbiose mit Kunstwerken von Menschen“ – so hat Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew das beschrieben, was zahlreiche Garten- und Kunstfreunde am Sonntag im „studio kunst und landschaft“ der Familie Winkler am Klosterkiel in Wüsting sehen konnten. Dort eröffnete Lebedinzew die „Huder Gartenerlebnisse“, die diesmal unter dem Motto „Sommerblütenpracht“ standen, „bei bestem Gartenwetter – trocken und nicht zu heiß“.

Gartenkultur und zeitgenössische Kunst

Künstlerin Insa Winkler hatte ihren großen Landschaftspark für das interessierte Publikum geöffnet und die Kombination von Gartenkultur und zeitgenössischer Kunst präsentiert. Insgesamt waren bei ihr mehr als 60 Einzelwerke zu sehen, von denen viele von den Pflanzen inzwischen schon richtig zugewuchert und nicht auf den ersten Blick sichtbar sind. Als besonderen Gast stellte die Gastgeberin den tschechischen Bildhauer Jan Koblasa, ehemals Professor an der Muthesius-Hochschule für Kunst und Gestaltung in Kiel, vor, der wie eine Gruppe weiterer Bildhauer einige seiner Werke mitgebracht hatte. Die Künstler zeigten aber nicht nur ihre Objekte, sie kamen auch mit dem Publikum ins Gespräch – in lockerer Atmosphäre, untermalt durch klassische Kompositionen von Benjamin Britten und Robert Schumann, gespielt von der Bratschistin Alice Vaz und dem Pianisten Oliver Bunnenberg.

Schwedenhausgarten und Gartenparadies

Neben Familie Winkler öffneten auch andere Familien ihre Gärten, damit Besucher entspannte Stunden genießen und sich vielleicht auch die eine oder andere Idee für den eigenen Garten mitnehmen konnten. So zeigten die Wüstinger Christa und Jörg Müller ihren Schwedenhausgarten und Hilde und Horst Stünkel ihr Kirchkimmer Gartenparadies. Darüber hinaus waren unter anderem auch die Pforten zum Familiengarten Mümken in Hude-Maibusch und am Nachmittag die Türen zum Park der Familie von Witzleben bei der Klosterruine offen.

Keine Radtour wegen Gewitter

Gedacht war außerdem eine halbtägige Radtour zu drei ausgesuchten Gärten. Die fiel wegen des Gewitters allerdings kurzfristig buchstäblich ins Wasser. Überhaupt verhinderte das zum Teil regnerische Wetter am Nachmittag einen besseren Besuch der „Sommerblütenpracht“. Es seien aber schon am Vormittag sehr viele Menschen unterwegs gewesen, um die Gärten anzuschauen, sagte Gästeführein Sylvia Stelzner.