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Sommerregen wirkt jetzt nach Gutes Heu wird in Ganderkesee rar und teuer

Von Bettina Dogs-Prößler | 20.01.2018, 13:19 Uhr

Der nasse Sommer hat bei den Landwirten für eine schlechte Heu- und Strohausbeute gesorgt. Ein Problem ist das vor allem für die Pferdehalter.

In Ganderkesee ist es das Heu, in Elmeloh das Stroh. „Im Momemt komme ich auf etwa 1000 Euro mehr im Monat“, überschlägt Heiner Kruse und meint damit seine Strohkosten. Knapp 40 Pferde stehen auf seinem Pensionshof in Elmeloh, nur gegen Aufpreis kommt er gerade an das Einstreu für die Boxen. Kruse: „Es kommt teilweise bis aus Dänemark oder Frankreich.“

Der verregnete Sommer hat vielen Landwirten das Geschäft verhagelt, die Reitvereine und Ställe in der Gemeinde bekommen das nun zu spüren. „Haben wir sonst um die 80 Euro für die Tonne Stroh bezahlt, liegt der Preis jetzt bei etwa 135 Euro“, so Kruse.

Knappes Angebot

Tiefer in die Tasche greifen muss auch der Reiterverein Ganderkesee im Moment. Hier ist es allerdings das Heu, das für monatliche Zusatzkosten sorgt. „Das Angebot ist knapp“, sagt Marc Wieker, am Donnermoor für den Heueinkauf zuständig.

Regionaler Markt leer

„Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen konnten viele Landwirte kein Heu und Stroh produzieren“, ergänzt Wieker. Viele Lieferanten hätten die Liefermengen nicht halten können, manche bezögen Heu schon aus Holstein. Wieker: „Es ist ziemlich schwer, hier in der Region noch etwas zu bekommen.“

Noch vor Preisgipfel

Vor allem welches von guter Qualität. Um etwa zehn Prozent sei der Preis bereits gestiegen, und Wieker rechnet damit, dass der Preisgipfel noch nicht erreicht ist.

Frühe Einlagerung hilft

Die Höfe, die ihre Pferde hauptsächlich mit früh eingelagertem Heu füttern, spüren die Heuknappheit indes noch nicht. Sowohl in Schönemoor als auch in Höhenböken gibt es derzeit keine Engpässe – weder beim Heu noch beim Stroh. „Wir haben uns unser Heu bereits im Sommer besorgt und hatten kein Problem, genügend zu bekommen“, schildert Arthur Baumfalk, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Schönemoor. Um die 50 Pferde werden auf dem Gelände versorgt, das Jahr über rund 1000 Ballen Heu und Stroh eingelagert. Beides komme aus der Wesermarsch und sei „von guter Qualität“.

Eigene Mahd

„ <p>Es ist ziemlich schwer, hier in der Region noch etwas zu bekommen.</p> “

„Wir hatten Glück und die richtige Phase erwischt“, sagt Birgit Wöbken vom Reiterverein Höhenböken. Der Verein macht sein Heu selbst und hat im Sommer im richtigen Moment das Gras von den Wiesen geschnitten. „Wir hatten ausreichend Zeit, das Heu trocken zu lassen. Von daher sind wir sogar sehr gut ausgestattet.“