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Sommertour „starkes Niedersachsen“ Wirtschaftsminister lobt Hoykenkamper Böning Automation

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 28.07.2016, 19:44 Uhr

Aus dem Hoykenkamper Gewerbegebiet hat das Unternehmen Böning Automationstechnologie in den letzten Jahren einen weltweiten, steilen Aufstieg hingelegt und sich dabei auch von Wirtschaftskrisen nicht bremsen lassen.

Ebenfalls setzt der Mittelständler mit seinen Systemen zur Schiffsautomation gerade maritime Standards. Grund genug also für Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies, dem Betrieb mit Sitz an der Straße Am Steenöver gestern einen Besuch im Rahmen seiner Sommerreise „Starke Wirtschaft, starkes Niedersachsen“ abzustatten.

Hohe Innovationskraft

Lies lobte dabei die große Innovationskraft der 1977 gegründeten Unternehmensgruppe im Familienbesitz. Von fast auf den Tag genau 20 Jahren hatte Firmengründer Günther Böning seinen Betrieb mit sieben Mitarbeitern von Delmenhorst nach Hoyenkamp verlagert.

Aufschwung beginnt in Hoykenkamp

Den Aufschwung leitete Böning mit der Fertigung von Motorelektronik für High-Speed-Antriebe ein. Mittlerweile entwerfen und produzieren dort 107 Beschäftigte neben Schiffsalarm- und Überwachungssystemen auch neuartige Bediensysteme. Darunter sind ganze Fahrstände, mit denen sich per Touch-Screen alle relevanten Funktionen überwachen und lenken lassen.

Modernste Brückensysteme

Die Brückensysteme, deren Umfang einst wie „Raumschiff Enterprise“ anmutete, sind mittlerweile nicht nur auf Forschungsschiffen, sondern bereits auch schon auf Freizeit-Yachten im Einsatz.

Gefördert wurde ihre Entwicklung finanziell durch die Investitions- und Förderbank Niedersachsens (NBank). Rund 100.000 Euro kostet eine solche „Smart-Bridge“, mit der Böning neue maritime Standards setzt.

Starkes mittelständisches Unternehmen

Als „starkes mittelständisches Unternehmen“ führte Lies die Böning Automation als ein Paradebeispiel für das handwerklich und wirtschaftlich gut aufgestellte nördliche Niedersachsen an.

„Wir haben die Leute, die Fläche und die Energie“, benannte er die Erfolgsfaktoren und verwies auch auf die Risikobereitschaft und Krisenfestigkeit der klugen Unternehmer in Niedersachsen. So einer ist Firmengründer Günther Böning: Er hatte in der Wirtschaftskrise 2008 entgegen dem Trend nicht auf Konsolidierung, sondern auf Expansion gesetzt.

Innovation und die Globalisierung

Die Innovation und die Globalisierung des Angebots bescherte Böning Automation im letzten Jahr nach eigenen Angaben einen Umsatz von 15 Millionen Euro. Etwa die Hälfte davon machte die Gruppe mit ihren fünf Auslandstöchtern und 40 Partnerunternehmen weltweit. „Die globale Aufstellung ist keine ,Großmannssucht‘, wir müssen nahe am Kunden sein“, erklärte der kaufmännische Leiter Christian Lux die weltweite Ausrichtung, deren jüngste Station die Gründung einer Dependance auf Mallorca ist.

Weitere Expansion möglich

Einer weiteren Expansion am Standort im Gewerbegebiet Buschhagen sind – vorerst– keine Grenzen gesetzt, verriet Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas. An vier Orten im Gewerbegebiet wird bereits entworfen, produziert und verwaltet. „Wir sind sehr stolz auf Sie“, beteuerte die Bürgermeisterin. Auch weiterhin werde man das Unternehmen unterstützen. Erst vor Kurzem hat die Verwaltung dafür gesorgt, dass Böning im Gewerbegebiet eine Expansionsfläche von 4700 Quadratmetern erhält. Zugleich stellte Gerken-Klaas fest, dass Böning Automation das einzige Unternehmen in der Gemeinde sei, für das man eine Ortsdurchfahrt verlegt habe.