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Sonnenwinkel: Rückkaufoption behalten „Perle“ in Ganderkesee gesichert

Von Katja Butschbach | 24.04.2015, 21:53 Uhr

Das Wiederkaufsrecht für die Seniorenwohnanlage Im Sonnenwinkel will die Politik nicht aufgeben: Es handele sich um ein Sahnestück.

Die Politik will das Wiederkaufsrecht für die Seniorenwohnanlage Im Sonnenwinkel nicht aufgeben. Der Sozialausschuss votierte am Donnerstag mit einer Gegenstimme der FDP dafür, das Wiederkaufsrecht lediglich „zur Zeit“ nicht ausüben zu wollen.

Die Verwaltung hatte der Politik empfohlen, auf das im Vertrag mit der HSS Hatter Senioren-Service GmbH eingeräumte Recht, die Anlage zurückzukaufen, gänzlich zu verzichten. Die HHS musste bis Ende des Jahres alle vereinbarten Sanierungsarbeiten vollenden, sonst durfte die Gemeinde die Anlage zurückkaufen.

Von 38 Wohnungen sind sechs nicht saniert

Wie Erster Gemeinderat Rainer Lange erläuterte, sind alle 38 Wohnungen mit Ausnahme von sechs Einheiten saniert: Die Mieter waren nicht einverstanden, dass die Kombitherme eingebaut wird. Dafür müssen unter anderem Wanddurchbrüche gemacht werden. Die Verwaltung hatte vier komplett sanierte Wohnungen am 10. April besichtigt. „Die angetroffenen Mieter äußerten sich jeweils sehr zufrieden über den Zustand ihrer Wohnungen“, so die Verwaltung in einer Vorlage für die Sitzung.

Christian Marbach kritisiert „unangebrachte Gefälligkeit“

Christian Marbach (UWG/Marbach) kritisierte hingegen, dass es eine „unangebrachte Gefälligkeit“ sei, das Rückkaufsrecht jetzt schon abzugeben. Es handele sich um ein „Sahnestück im Ort“, sagte er, und bezog sich dabei auch auf die Grundstücke. Jens Gause (Grüne) empfahl schließlich, nur „zur Zeit“ auf das Rückkaufsrecht für die „Perle“ im Ort zu verzichten, da bei der Sanierung einige Aufgaben nicht erfüllt worden seien.

Die Gemeinde gibt zu bedenken, dass bei einem Rückkauf neben dem anteiligen Kaufpreis auch der bei der Sanierung entstandene Wertzuwachs zu berücksichtigen sei. Bei dem Verkauf der Anlage sei Ziel gewesen, „vernünftigen, altersgerechten“ Wohnraum auch für Menschen mit geringem Einkommen zu sichern. „Einsiedel Wohnen im Alter“ wolle die Anlage weiter in gutem Zustand erhalten und sich um die notwendigen Instandhaltungs- und Pflegemaßnahmen kümmern.

Der Erhalt der Seniorenwohnanlage ist gegenüber der Gemeinde für die Dauer von mindestens 25 Jahren, gerechnet ab 1. Januar 2005, vertraglich vereinbart.