Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Sorge um Kinder in Wohnsiedlung Anwohner in Heide fordern Verkehrsberuhigung

Von Alexander Schnackenburg | 30.06.2015, 19:46 Uhr

Aufregung in einer kleinen Wohnsiedlung in Heide in der Gemeinde Ganderkesee: Am Dienstag, 30. Juni 2015, trafen sich dort die Anwohner mit ihren Kindern sowie mit Arnold Hansen von den Freien Wählern auf der Straße, um die Öffentlichkeit über Gefahren durch den Straßenverkehr zu informieren.

Bereits im Mai hatten sich die Anwohner in einem Brief an das Rathaus gewandt, weil sie sich um ihre Kinder sorgten. Obwohl die schmalen Straßen rund um den Heider Weg als Tempo-30-Zonen ausgewiesen sind, ist es dort nach Angaben einiger Mütter in den vergangenen Jahren wiederholt zu kleinen Unfällen und etlichen Beinahe-Unfällen gekommen – meistens deshalb, weil die rund 20 Kinder der Siedlung auf ihren Fahrrädern herannahende Autos nicht gesehen hatten, etwa aufgrund parkender Autos, die ihnen die Sicht versperrten. Daher fordern die Anwohner Schilder mit der Warnung „Achtung! Spielende Kinder“ und weitere Schutzmaßnahmen in der Siedlung. Initiatorin Gisela Schleith warf der Gemeinde vor, nichts zu unternehmen, Arnold Hansen versprach, im Rathaus nachzuhaken.

Laut Polizei kein erhöhtes Unfallaufkommen

Wie Hauke Gruhn, Pressesprecher der Gemeinde Ganderkesee mitteilt, arbeite die Gemeinde durchaus an einer Lösung. Gegen die gewünschten Warnschilder spreche allerdings, dass in der Siedlung nach Polizeiangaben keinerlei erhöhtes Unfallaufkommen festzustellen ist. Grundsätzlich wolle Ganderkesee in den kommenden Jahren Wartelinien vor Kreuzungen in Tempo-30-Zonen auf die Straßen malen sowie die Zahl „30“, um die Autofahrer zu disziplinieren – so auch rund um den Heider Weg in Heide. Außerdem werde die Verkehrssicherheitskommission das Thema Heider Weg Anfang August gesondert besprechen.