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Sozialausschuss Ganderkesee Neuen Kriterien für Vergabe von Kita-Plätzen zugestimmt

Von Thomas Deeken | 13.11.2015, 17:07 Uhr

Ohne Gegenstimme haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Soziales und Gesellschaft am Donnerstagabend für einen überarbeiteten Kriterienkatalog für die Vergabe von Plätzen in den Kindertageseinrichtungen der Gemeinde Ganderkesee ausgesprochen.

Zuletzt sei vor allem die Geschwisterregelung kritisiert worden, betonte Timo Spille, Vorsitzender des Gemeindeelternrates, der im Ausschuss über den neuen Katalog sprach.

Im Laufe der vergangenen Jahre habe sich in Gesprächen mit Eltern, dem Gemeindeelternrat und den Leitungen der Kindertageseinrichtungen gezeigt, dass ein Anpassungsbedarf bei den sozialen Kriterien gewünscht sei, so Spille. Dabei sollten Themen wie Geschwisterkinder in der Einrichtung, Wechsel aus Nachmittagsgruppen in Vormittagsgruppen, Wechsel von Krippenkindern in eine Kindergartengruppe sowie sozialpädagogische Kriterien neu gewichtet werden.

Hespe: „Wir haben etwas, was allen Beteiligten gerecht wird“

Christian Marbach von der Fraktion UWG/Marbach hatte zwar noch eine Reihe weiterer Vergabekriterien ausgearbeitet, die in den Katalog mit aufgenommen werden sollte. Das fand aber bei den anderen Fraktionen keine Zustimmung. Vor allem Edith Ohlenbusch von der SPD, Leiterin der Kindertagesstätte „Sonneninsel“ in Bookholzberg, kritisierte die Anregungen Marbachs heftig, sprach sogar von „heißer Luft“. Am Ende brachte es Hans-Jürgen Hespe von der FDP auf den Punkt: „Wir haben etwas, was allen Beteiligten gerecht wird.“ Zur Hand genommen werde der Katalog, wenn mehr Anmeldungen als Betreuungsplätze vorliegen sollten.

Zusatzbudget für Kindertageseinrichtungen gewünscht

Große Zustimmung bei allen Fraktionen fand anschließend ein Antrag der CDU, den Cindy Klüner vortrug. Die 20 Kindertageseinrichtungen sollten wie 2015 auch im nächsten Jahr ein Zusatzbudget bekommen – diesmal allerdings nicht nur 6000 wie 2015, sondern 10.000 Euro, die im Haushaltsplan 2016 mit aufgenommen werden sollen. Gedacht sei das Geld für zusätzliche Aktionen wie Erste-Hilfe-Kurse, Erlebnistage, Kräuterprojekte, Bauernhof-Besuche und andere Ausflüge. Vorschlag von Fachdienstleiterin Karen Becker: 5000 Euro sollten zu gleichen Teilen an die 20 Einrichtungen gehen (jeweils 250 Euro). Die anderen 5000 Euro werden anhand der Kinderzahl verteilt. Jetzt geht dieser Antrag in den Wirtschaftsausschuss.