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Sozialer Wohnbau auf dem Lande 7,5 Millionen für sozialen Wohnbau in Wildeshausen

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 05.12.2016, 15:47 Uhr

Wildeshausen/Landkreis Oldenburg. Die GSG Oldenburg baut an der Heidloge in Wildeshausen 59 Sozialwohnungen. Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum wächst laut Landkreis Oldenburg ständig.

Das über Jahrzehnte brachliegende Feld des sozialen Wohnungsbaus wird in Wildeshausen neu beackert. Die Wohnbaugesellschaft GSG Oldenburg errichtet im Projekt Heidloge auf einem 7000 Quadratmeter großen Grundstück drei dreigeschossige Gebäude mit jeweils 19 Wohnungen. „Das ist unser größtes Projekt im Landkreis Oldenburg“, erklärt GSG-Geschäftsführer Stefan Könner.

1000 Wohnungen fehlen

Für Bodo Bode, Sozialdezernent des Landkreises Oldenburg, ist der soziale Wohnungsbau im ländlichen Raum überfällig. Bis 2020 fehlen ihm zufolge im Landkreis 1000 Wohnungen für Mieter mit kleinem Einkommen. „Zurzeit leben 1000 Sozialfälle in ganz normalen Wohnungen“, berichtet Bode. Der Bedarf sei dauernd da und wachse jährlich um vier bis fünf Prozent.

Günstige Mieten für niedrige Einkommen

„Die Steigerungsrate zeigt, dass wir den geförderten Wohnungsbau brauchen“, ergänzt GSG-Geschäftsführer Könner. Er verweist auf „die vielen Menschen, die älter werden und von ganz wenig Geld leben müssen.“ Sozialer Wohnbau sei auch ein Standortfaktor, mit dem dem Mangel an Fachkräften begegnet werden könne. Mit günstigen Mieten könnten junge Leute aus Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit, Spanien zum Beispiel, in den Landkreis geholt werden. Auch Berufseinsteigern erleichtere ein niedriger Anteil der Miete an den Lebenshaltungskosten die Entscheidung, sich hier niederzulassen. Als Beispiel nennt Könner die gefragten, aber mäßig bezahlten Fachkräfte der Altenpflege.

Erstbezug zum Jahreswechsel 2017/2018

Im Baugebiet Heidloge werden Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit 50 bis 85 Quadratmetern Grundfläche gebaut. Investiert werden 7.5 Millionen Euro. Jede Wohnung hat eine Terrasse oder einen Balkon. Energetisch werde nach modernem Standard gebaut, betont Könner. Die Kaltmiete beträgt dank der Wohnbauförderung 5,60 Euro pro Quadratmeter. Die ersten Mieter können laut GSG Ende 2017 oder Anfang 2018 einziehen. Interessenten können sich bei Victoria Büttelmann im GSG-Büro Wildeshausen, Telefon (04431) 7483010, melden.