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SPD-Abgeordnete Mittag in Hude „Notfallsanitäter nicht wertgeschätzt und schlecht bezahlt“

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 12.09.2017, 18:58 Uhr

„Notfallsanitäter haben kein Standing in der Bevölkerung.“ Das hat Bernd Punschke, Fahrdienstleiter beim Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hude, am Dienstag bei einem Besuch der SPD-Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag moniert.

Die Politikerin hatte sich gemeinsam mit Huder Parteifreunden wie Peter Zwiener und Sandra Aichele unter anderem über die Ausbildung zum Notfallsanitäter, aber auch über das Haus-Notruf-System sowie „Essen auf Rädern“ informiert.

Punschke vermisst eigenen Angaben zufolge die Wertschätzung der Bürger gegenüber den Sanitätern. Sie hätten eine 48-Stunden-Woche und würden sehr schlecht bezahlt. Da müsse die Politik Lösungen finden.

Eine der tragenden Säulen neben „Essen auf Rädern“ und dem Behindertenfahrdienst ist laut Punschke das Haus-Notruf-System. Zwischen Nordsee und Dümmer, Ostfriesland und Bremen gebe es im DRK-Bereich rund 3700 Kunden, die über ein Hausnotrufgerät verfügen. Am Tag gingen 40 bis 50 Anrufe ein. Davon seien rund zehn Prozent wirkliche Hilfegesuche, bei denen es um Notfälle geht. Meistens gebe es allerdings Fehlbedienungen oder einfach die Hoffnung auf ein nettes Gespräch..

In Hude seien die DRK-Mitarbeiter wie Carmen Schote und Nathalie Fischer rund um die Uhr an Werk-, Sonn- und Feiertagen erreichbar, um bereits am Telefon einen Rat zu geben oder Krankenwagen beziehungsweise Ärzte auf den Weg zu schicken. Ältere, einsame oder kranke Menschen werden Punschke zufolge nicht durch Werbung auf das Notruf-System aufmerksam gemacht. Das geschehe vielmehr durch Mund-zu-Mund-Propaganda bei Gesprächen mit denjenigen, die schon positive Erfahrungen mit dem System gemacht hätten.